Neue Integrationsbeauftragte übernimmt

Integration ist Daueraufgabe

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Weiden. Die neue Integrationsbeauftragte der Stadt Weiden übernimmt das Ruder. 

Von Jürgen Wilke 

Veit Wagner, Alexander Grundler, Kurt Seggewiß, Susanne Reinhardt, Roswitha Ruidisch.

Alexander Grundler (sitzend links) übergibt die Stelle als Ingegrationsbeauftragter an Susanne Reinhardt (rechts davon). Dahinter von links: Veit Wagner, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Roswitha Ruidisch.

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In vielen bundesdeutschen Städten gibt es Integrationsbeauftragte. Nach einem Stadtratsbeschluss vom Februar 2007 auch in Weiden. Der erste offizielle Integrationsbeauftragte der Stadt Weiden war seinerzeit Thomas Hentschel, der im Dezember 2017 das Amt an Alexander Grundler übergab. Jetzt ist wieder Zeit für einen Wechsel: Seine Aufgaben übergibt er an Susanne Reinhardt, Koordinatorin der Förderprogramme „Demokratie leben“ und „Jugend stärken im Quartier“. Seit 1. Juli 2019 ist sie neue Integrationsbeauftragte der Stadt Weiden.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß dankte Grundler, der als Webredakteur in die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wechselte. Er habe mit seiner zuvorkommenden und freundlichen Art seine Arbeit hervorragend gemeistert und sei für alle Beteiligten immer ansprechbar gewesen „Die Politik ist in der Pflicht, die Integration von Menschen verschiedener Herkunft zu fördern und für gegenseitiges Verständnis zu sorgen. Alexander Grundler und der Integrationsbeirat haben hier wertvolle Arbeit geleistet“, lobte Seggewiß.

Der neuen Integrationsbeauftragten Susanne Reinhardt wünschte Weidens Stadtoberhaupt für ihre zusätzliche Aufgabe alles Gute. Auch Roswitha Ruidisch, Leiterin der Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtentwicklung und Statistik dankte Alexander Grundler für die gute Arbeit, wünschte Susanne Reinhardt gutes Gelingen bei der neuen Aufgabe und betonte:

Integration ist auch eine Frage der Bildung.

Daher passte die Stelle der Integrationsbeauftragten hervorragend in das Team des Bildungsbüros der Stadt Weiden. Susanne Reinhardt kennt durch ihre Erfahrung im Projektmanagement von „Demokratie leben“ bereits viele Akteure, die für ihre neuen Aufgaben als Integrationsbeauftragte wesentlich sind.“ Veit Wagner, Sprecher des Integrationsbeirates, bedankte sich bei Alexander Grundler für die hilfreiche und umsichtige Zusammenarbeit.

Der Integrationsbeirat wendet sich gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus und setzt sich für ein friedliches Miteinander ein. Konkrete Aufgabe des Integrationsbeirates ist es, das wechselseitige Verständnis der Menschen zu stärken, den interkulturellen Dialog zu fördern, die Lebensverhältnisse der Mitbürger*innen mit ausländischer Herkunft zu verbessern. Es geht letztendlich um die Gleichstellung von Deutschen und Nichtdeutschen.

Menschen aus aller Welt finden Heimat in Weiden

Susanne Reinhardt dankte für das ihr entgegengebrachte Vertrauen: „Es freut mich, diese neue Aufgabe zu übernehmen. Seit Beginn meiner Tätigkeit bei der Stadt Weiden begleiten mich auch Themen wie Migration und Integration. Entscheidend für eine gelungene Integration sind Bildung und Sprache. Auch in Zukunft wird Zuwanderung – insbesondere von Fachkräften –, verstärkt eine wichtige Rolle spielen.“

Laut der neuen Integrationsbeauftragten stellen sich Fragen wie: Was machen wir mit den Zuwanderern? Was müssen wir tun, damit sie bleiben? Wir wollen die Willkommenskultur bei uns fördern und Zugezogenen ein Stück Heimat bieten.“ Die Integrationsbeauftragte ist Ansprechpartnerin in Fragen der Integration in der Stadt Weiden. Sie setzt sich für ein friedliches Zusammenleben der Zugewanderten, der Menschen mit Migrationshintergrund und der einheimischen Bevölkerung in gegenseitigem Respekt und wechselseitiger Anerkennung ein.

Susanne Reinhardt ist auch Geschäftsführerin des Integrationsbeirats sowie stimmberechtigtes Mitglied. OB Seggewiß bemerkte abschließend: „Integration ist eine Daueraufgabe“. Weiden sei schon immer Zuwanderungsort: „Menschen aus aller Welten haben über viele Jahre hier eine neue Heimat gefunden.“

Erfolge hinsichtlich eines guten Miteinanders sei der guten Integrationsarbeit zu verdanken. „Möglich sind solche Erfolge nur, wenn Ehren- und Hauptamt zusammenarbeiten“, so OB Seggewiß. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund beträgt in Weiden 25 Porzent. Der Ausländeranteil liegt bei 11 Prozent.

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