Reise ins Ausland: Mit diesen Tipps gesund nach Hause

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Neustadt/WN/Weiden. Sommerzeit! Die Koffer sind gepackt und ab geht es in die Ferne. Schade nur, wenn man während des Urlaubs oder danach krank wird. Noch ärgerlicher ist es aber, wenn man das durch ein wenig Vorsicht und Vorbereitung vermeiden hätte können. Wir haben mit einem Experten gesprochen und sagen euch wie ihr euren nächsten Urlaub am besten angehen solltet.

Dr Thomas Holtmeier Gesundheitsamt Weiden Landratsamt NeustadtWN Bild Claudia Prößl

Dr. Thomas Holtmeier. Bild: Landratsamt Neustadt/WN

Dr. Thomas Holtmeier, Leiter des Gesundheitsamtes Weiden/Neustadt/WN, empfiehlt eine Reise nicht nur zum Anlass zu nehmen, sich über die Sehenswürdigkeiten zu informieren und Hotel und Flug zu organisieren, sondern sich auch mit gesundheitlichen Aspekten des Reisezieles auseinanderzusetzen.

In manchen Ländern reicht es aus, bestimmte Verhaltensempfehlungen zu befolgen. Im Vordergrund steht hier zunächst oft die Lebensmittelsicherheit.

Schäl es, koch es oder vergiss es,

ist eine gängige Redewendung, die man in fernen Ländern immer beachten sollte. Ansonsten kommt es schnell zu Durchfallerkrankungen, die die Urlaubsfreude trüben können.

Vor Mücken schützen

Auch den Schutz vor Mücken sollte man nie außer Acht lassen. Schnaken verursachen nicht nur juckende Stiche, sondern übertragen auch eine Reihe von Krankheiten, betont der Experte. Eine bekannte Infektion ist vor allem Malaria, die speziell durch Mücken übertragen wird, die in der Dämmerung und in der Nacht aktiv sind. Daneben gibt es aber auch Krankheiten, an denen tagaktive Mücken beteiligt sind (Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber).

Mücke Weiblich Aedes Albopictus Stich Juckreiz jucken Stechmücke Bild Symbolbild Pixabay

Vor allem in tropischen Ländern solltet ihr euch vor Mücken schützen. Symbolbild: Pixabay

Solche Infektionskrankheiten kommen zwar bevorzugt in den Tropen vor; allerdings führt der Klimawandel dazu, dass inzwischen auch viele gemäßigte Klimazonen betroffen sind. Größtenteils vor Mückenstichen schützen, könnt ihr euch durch lange Klamotten und Abwehrsprays.

Ein anderes Risiko auf Fernreisen ist die „Bilharziose“. In den Verbreitungsgebieten – vorwiegend in Afrika, Asien und Südamerika – lassen sich im Süßwasser Larven finden, die die Haut durchbohren, in die Blutgefäße innerer Organe wandern und sich dort zu Würmern entwickeln. Wer vor hat in solche Gebiete zu reisen, sollte Süßwasserkontakt meiden.

Vor der Reise handeln und impfen lassen

Bei manchen Infektionskrankheiten nützen Verhaltensempfehlungen allerdings herzlich wenig! Stichwort Impfungen. Viele Menschen denken bei Impfungen im Zusammenhang mit Reisen an die so genannten „Reiseimpfungen“.

Gegen einige Infektionskrankheiten wird aber in Deutschland – mangels Infektionsrisiko – nicht standardmäßig geimpft,

betont Dr. Thomas Holtmeier. Wichtig: bei Reisen in manche Länder bestehen Impfpflichten, beispielsweise gegen Gelbfieber. Wer nicht geimpft ist, darf eventuell nicht ein- oder ausreisen. Welche Impfung für welches Land wichtig ist, kann man auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes nachlesen. Auch das Gesundheitsamt bietet für Reisende den Service einer orientierenden telefonischen Beratung.

Standardimpfungen überprüfen

Neben den Reiseimpfungen werden allzu leicht die Standardimpfungen vergessen, die vor Infektionen schützen, die man sich hierzulande, aber eben auch auf Reisen einfangen kann. Ein anstehender Urlaub ist daher die ideale Gelegenheit, den eigenen Basis-Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls auf Vordermann zu bringen. Die konkrete Empfehlung des Experten lautet demnach: „Jeder sollte sich an seinen Hausarzt wenden und mit ihm Vorkehrungen für die eigene Gesundheit treffen!“

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Checkt vor eurer nächsten Reise noch einmal euren Impfpass, falls Impfungen aufgefrischt oder neu verabreicht werden müssen. Symbolbild: Pixabay

Je nach Reiseziel kann es auch sein, dass man Medikamente einnehmen muss zum Beispiel zur Vorbeugung von Malaria. Es ist aber auch möglich, dass die Standardimpfungen vervollständigt oder aufgefrischt werden müssen. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst früh zum Arzt zu gehen, denn manche Impfungen müssen mehrfach verabreicht werden. Außerdem benötigt das Immunsystem des Menschen einige Wochen, um nach der Impfung einen optimalen Schutz aufzubauen.

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