Benjamin Zeitler äußert sich zur Stromtrasse

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Weiden. Die geplante Stromtrasse durch Bayern polarisiert gerade im Weidener Osten viele Anwohner, da diese direkt davon betroffen wären. Dementsprechend groß war das Interesse am „politischen Biergartengespräch“ mit dem CSU-Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Benjamin Zeitler. Aufgrund der Wetterlage wurde dieses prompt in den Postkellersaal verlegt.

Biergartengespräch Benjamin Zeitler

Der CSU-Ortsvorsitzende Hans Forster und der Oberbürgermeisterkandidat Dr. Benjamin Zeitler stellen sich den Fragen der Besucher im Weidener Postkellersaal.

Zunächst standen die Leitlinien Zeitlers und seine Art und Weise Politik zu gestalten im Vordergrund. „Politik funktioniert heute anders – von unten nach oben“, erläuterte der 38-Jährige. Die Weidener CSU habe dies bei der Findung eines Oberbürgermeisterkandidaten per Basisvotum bereits aufgezeigt. Jetzt wollen die Christsozialen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. „Wir möchten zuhören und wissen, was Ihnen auf dem Herzen liegt“, so Zeitler.

Alternativflächen in Weiden

Seinen Gestaltungsanspruch machte der Unternehmer dabei durchaus deutlich: „Ja, es ist an der Zeit, neue Bewegung in die Stadt zu bringen.“ So müssten für Weidener Firmen ansprechende Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden, um deren Abwanderung zu verhindern. Daher möchte sich Zeitler für eine rasche Realisation des Gewerbegebietes Weiden West-IV stark machen. Darauf will er es aber nicht beruhen lassen: „Wir müssen auch Alternativflächen in Weiden suchen.“

Biergartengespräch Benjamin Zeitler

Dr. Benjamin Zeitler`s Besuch am Postkeller stieß auf großes Interesse der Anwohner.

Durch sein langjähriges politisches Engagement und seine Erfahrungen unter anderem als Geschäftsführer bei LearningCampus ist für Zeitler klar: „Der Oberbürgermeister muss der erste Ansprechpartner für die Wirtschaft sein. Wenn es den Unternehmen in Weiden gut geht, dann geht es auch den Menschen gut.“ Diese hätten dann nämlich ein sicheres Einkommen, Halt und eine Zukunft in der Region, führte er fort.

Stromtrasse sorgt für Diskussion

Der gastgebende CSU-Ortsverband beschäftigte sich in der Vergangenheit bereits mehrmals mit der geplanten Stromtrasse, die in der Bevölkerung für viel Diskussionsstoff sorgt. Es war also wenig verwunderlich, dass gleich mehrere Besucher der Veranstaltung das Thema zur Sprache brachten. „Ich habe kein Interesse daran, dass die Stromtrasse da durchläuft“, verdeutlichte der Oberbürgermeisterkandidat, was auf breite Zustimmung im Saal traf.

Biergartengespräch Benjamin Zeitler

Dr. Benjamin Zeitler möchte zuhören, um zu erfahren, was den Menschen am Herzen liegt.

Zeitler habe sich intensiv mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht ausgetauscht und stellt die Aussagen seitens TenneT, ein Verlauf entlang der Autobahn wäre nicht möglich in Frage. Weiterhin machte der CSU-Ortsvorsitzende und Stadtrat Hans Forster nochmals auf den massiven Eingriff in die Natur
aufmerksam. „Der Bau ist eine bundespolitische Entscheidung“, führte Zeitler aus. Jetzt gehe es darum, an einem Strang zu ziehen, denn nur gemeinsam könne man die besten Lösungen finden. Den anwesenden Interessenten bot Zeitler ein extra Gespräch an, um das weitere ergebnisorientierte Vorgehen zu erörtern.

Fotos: CSU Weiden/Lucas Weigl

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