Gekommen um zu hören

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Weiden. Als Volksvertreter müsse man die Meinung der Bürger kennen – die Bundesfraktion der SPD suchte dafür das Gespräch mit den Weidenern. 

Von Jürgen Wilke

Dialogtour SPD Bundestagsfraktion MdB Uli Grötsch

SPD auf Dialogtour durch ganz Deutschland. Auch auf dem Oberen Markt in Weiden machte das Team um MdB Uli Grötsch (3. von links) Halt.

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Die Bundestagsabgeordneten in Berlin befanden sich noch in der Sommerpause, da nutzte die SPD-Fraktion die freie Zeit anderweitig. Sie ging mit sieben Teams auf Dialogtour durch ganz Deutschland und machte dabei auch in der Nordoberpfalz Halt. Zum Bespiel auf dem Oberen Markt in Weiden. Vor dem Alten Rathaus platzierten sie zwei Stunden lang einen Informationsstand und einen Bus. Mit dem Slogan „Gekommen um zu hören – SPD vor Ort“, machte das Team auf sich aufmerksam.

„Zuhören ein Schritt in die richtige Richtung“

Der Bundestagsabgeordnete und Generalsekretär der Bayern-SPD, Uli Grötsch will bei dieser Kampagne den Bürger nicht nur als Wähler sehen, sondern von Mensch zu Mensch direkt mit ihm in Kontakt treten:

Das Wichtigste für und Abgeordnete sollte sein, erst mal zuzuhören. Volksvertreter kann man nur sein, wenn man des Volkes Meinung kennt“

sagt Grötsch. Aus Sicht der SPD sei das Zuhören ein Schritt in die richtige Richtung, wieder als Volkspartei wahrgenommen zu werden. Er weiß, dass sich seine Partei derzeit in einer schlechten Situation befindet, was Umfragen betrifft, doch laut Grötsch gibt es auch eine andere Sicht auf die Dinge: „Auf der anderen Seite sind wir aber auch die Partei, die die meisten Mitglieder hat, die überall in Deutschland mit Ortsvereinen, mit Geschäftsstellen und Arbeitsgemeinschaften flächendeckend vertreten ist“.

Die SPD stelle Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte. „Wir stehen nicht nur für einzelne Themen und sind deshalb nach wie vor eine Volkspartei“, so der Bundestagsabgeordnete. Es gehe darum, dass die SPD für Themen in einer Klarheit stehe, die unverwechselbar macht. „Auf der einen Seite stehen wir für eine gute Rente, auf der anderen Seite aber nicht für Waffenexporte in Krisengebiete“, wie er selbst sagt.

Wie kommt Dialogtour an?

Passanten nahmen den Infostand nicht nur wahr, sondern gingen auch aktiv darauf zu und suchten das Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und seinem Team. Aus Sicht von Uli Grötsch und seinen Mitstreitern hat sich der zweistündige Aufenthalt in Weiden gelohnt.

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