Salz, eine alltägliche Kostbarkeit

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Grafenwöhr. Salz war zur Zeit Jesu eine Kostbarkeit, die mit Gold aufgewogen wurde. Heute ist es im Supermarkt für wenige Cent zu haben.

Von Renate Gradl 

Schöpfungstag Grafenwöhr

Beim Tag der Schöpfung im Freien lernten die Grafenwöhrer dank der Predigt Salz neu zu schätzen.

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Am Schöpfungstag wurde den Gläubigen vor dem Gottesdienst Brot und Salz gereicht – passend zum Thema: „Ihr seid das Salz der Erde“. Pfarrer Dr. André Fischer feierte zusammen mit Pfarrer Bernhard Müller und Gemeindereferentin Christine Gößl und dem Arbeitskreis „Ökumene“ den Tag zur Schöpfung.

„Ihr seid das Salz, ihr seid das Licht“ – diese Worte von Jesus beleuchtete Gemeindereferentin Christine Gößl in der Predigt. „Salz, das in jedem Haushalt zu finden ist und für wenige Cent erworben werden kann, war zu Zeiten Jesu eine Rarität. Um dieses Gewürz wurden sehr viele Kriege geführt und Salzstraßen quer durch die Welt gebaut. Früher diente Salz den Menschen als Bezahlung.“

Heute wird damit gewürzt. Wenn Salz fehlt, fällt es uns auf, wenn jedoch zu viel davon verwendet wird, kann es den Geschmack verderben. Wichtig sei Salz beim Haltbarmachen, zum Streuen im Winter oder als medizinische Hilfe. Wie damals die Jünger könnten aber auch wir das „Salz der Erde“ sein.

Schöpfungstag Grafenwöhr

Das Salz der Erde sein

„Wir sind kostbar und lebenswichtig für die Welt, da wir Geschmack am Leben bekommen sollen. Man soll uns als Christen erkennen können. Aber nicht, damit wir das Leben der anderen unerträglich und ungenießbar machen, sondern um ihnen ein kostbares und köstliches Leben zu ermöglichen“, erklärte Gößl, die auch konkret sagte, wie dies geschehen kann: „Wir können uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, allen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, die Schöpfung erhalten, damit die Erde nicht verfault und verödet oder das Eis tauen zwischen verfeindeten Fronten“. Manchmal müsse es auch brennen, wenn wir auf Missstände hinweisen und sie beheben wollen.

Du bist das Salz der Erde, heißt also: „Trau dich und entdecke deine Bestimmung, deine Berufung, das, was durch Gott schon längst in dir steckt. Bring deine Erfahrung ein, deine Talente und deine Gaben“, forderte die Gemeindereferentin auf. Dies könne in der Arbeit mit Kindern, in verschiedenen Gruppen, in den Pfarreien, beim Umgang mit Flüchtlingen, in der Nachbarschaft, in der Familie, an den Arbeitsplätzen oder in der Politik sein.

Mitglieder des Arbeitskreises „Ökumene“ sprachen die Fürbitten. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom kleinen Bezirksposaunenchor unter der Leitung von Karl Bäumler gestaltet. Nach dem Segen von den beiden Pfarrern kam man bei Wein und Gebäck noch ins Gespräch.

Schöpfungstag Grafenwöhr

Bilder: Renate Gradl 

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