Ungesicherte Unfallstelle hat schwere Folgen

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Tirschenreuth. Ein Wildunfall, den der Verursacher zu spät meldet, hat für ihn schwere Folgen. Auch eine zweite Autofahrerin hat das Nachsehen. 

Der Autofahrer (75) aus Senden fährt Dienstagabend, 20:30 Uhr, auf der Bundesstraße 15. Auf Höhe der Abzweigung zur Hammstraße rennt plötzlich ein Reh über die Straße, das der Fahrer mit seinem Wagen erfasst. Das tote Tier lässt er liegen und fährt laut Polizeiangaben weiter ohne die Unfallstelle abzusichern. Den Unfall meldet er erst zwei Stunden später bei der Polizei Marktredwitz – immerhin sind 6.000 Euro Schaden an seinem Auto entstanden.

Das alles hat aber auch Folgen für eine Plößbergerin (46): Denn sie erkennt das auf der Straße liegende Reh zu spät und überfährt es ebenfalls. Dabei richtet sie an ihrem Wagen 200 Euro Schaden an. Die Polizei Tirschenreuth reagiert: „Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz, weil er den Unfall mit einem Schalenwild nicht unverzüglich gemeldet hatte, erwartet den Sendener noch eine Anzeige wegen ‚Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr'“, teilt ein Polizeisprecher mit.

Unfallstelle immer sichern!

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Tirschenreuth darauf hin, dass auch bei Wildunfällen die Pflicht besteht, die Unfallstelle abzusichern und unverzüglich die Polizei oder, falls bekannt, den zuständigen Jagdpächter zu verständigen.

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