Bezaubernde Musik, Texte zum Nachdenken und ein guter Zweck

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Weiden. Zahlreiche Besucher erlebten kürzlich in der Kirche Kreuz Christi am Weidener Stockerhutweg eine wunderschöne Benefizveranstaltung. Auch dieses Mal kam die Idee dazu von Wolfgang Göldner aus Weiden, der mit der Reihe „Musik & Text“ seit Herbst 2016 soziale Projekte unterstützt.

Von Jürgen Wilke

Musik und Text Benefizkonzert1

Das Ensemble „CHORisma“ mit Organisatoren und Initiator: (v.li.): Anas Juma, Stefanie Langner, Rona Künkler, Edith Lang, Wolfgang Göldner, Larissa Burgardt (re.), und Hans-Joachim Grajer (2.v.re.)

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Pfarrerin Edith Lang hieß als Gastgeberin die Anwesenden in „ihrer Kirche“ herzlich willkommen. Sie freute sich, dass „Musik & Text“ bereits zum dritten Mal bei ihr zu Gast ist. Bei diesem Konzert kam der Spendenerlös der Institution „Arbeitskreis Asyl Weiden e.V. & terre des hommes“ zugute, die Kinder und Jugendliche aus 20 Nationen unterstützt.Musik und Text Benefizkonzert (1)

Die musikalische Gestaltung übernahmen das Ensemble „CHORisma“ unter der Leitung von Larissa Burgardt und die junge Sängerin und Songwriterin Ronja Künkler. Unter dem Motto „Zauber der Musik“ eröffnete das Ensemble „CHORisma“ den Abend und stellte mit den Stücken „Der Herr ist mein Hirte“ von Colin Mawby, „Trag mich Wind“ von Christian Dreo, „Somebody loves me“ von George Gershwin oder mit dem Grand-Prix-Siegertitel „Halleluja“ aus dem Jahr 1979 von „Milk and Honey“ sein Können unter Beweis.

Musik und Text Benefizkonzert1

Pfarrerin Edith Lang

Musikalischer Hochgenuss

Bravourös begleitet wurde der Chor auf dem E-Piano von Hans-Joachim Grajer. „CHORisma“ ist ein gemischter Chor mit etwa 35 aktiven Sängern/innen im Alter von 30 bis 85 Jahre aus dem Raum Weiden. Ronja Künkler engagierte sich zum wiederholten Mal für die gute Sache. Mit herzerfrischender Stimme brachte sie ihre Songs zu Gehör, die von Gefühlen, schönen Erinnerungen aber auch von seelischem Schmerz handeln. Dabei begleitete sie sich selbst auf dem Keyboard oder der Gitarre. Ihre persönlich verfassten Lieder wie „Nicht die Bohne“ oder „Gedankenkenner“ regen zum Nachdenken an.

Musik und Text Benefizkonzert1

Ronja Künkler

Langanhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die Interpreten. Jost Hess, der sich seit 35 Jahren zusammen mit seiner Frau Ursula Hess im Arbeitskreis Asyl ehrenamtlich engagiert, bedankte sich für die wunderbaren Darbietungen und für die finanzielle Hilfe und sagte: „Wir sind sehr dankbar für jede Unterstützung, denn wir benötigen jeden Cent“. Hess gab einen Einblick in die Betreuung der Flüchtlingskinder beim AK Asyl.

Texte und Leser unterschiedlicher Nationen

Zwischen den musikalischen Darbietungen wurden besinnliche Worte vorgetragen. Passend zum „Arbeitskreis Asyl“ auch von Menschen verschiedener Nationen. Wolfgang Göldner las Passagen aus „Das Fest“ des kanadischen Schriftstellers Leonhard Cohen. Stefanie Langner, Studentin an der OTH Regensburg, trug unter dem Motto „Menschlichkeit“ den Text einer anonymen Verfasserin vor, der vom Lachen, von der Wahrheit und vom Sonnenstrahl handelt. Anas Juma aus Syrien, der seit vier Jahren in Deutschland lebt und zum Elektroniker ausgebildet wird, las das Gedicht „Nichts gefällt mir“ eines palestinensischen Dichters, erst auf Arabisch, dann auf Deutsch.

Musik und Text Benefizkonzert1

Anas Juma

Der Eintritt zum Konzert war frei und die Interpreten spielten ohne Gage, sodass der Erlös zu einhundert Prozent dem AK Asyl zugute kommt. Die junge Schülerin Aya Alabas aus Syrien, die seit vier Jahren in Deutschland lebt, sammelte am Ausgang die Spenden der Besucher ein. Es kam die stattliche Summe von 632 Euro für einen guten Zweck zusammen.

Musik und Text Benefizkonzert1

Stefanie Langner

Musik und Text Benefizkonzert (1)

Larissa Burgardt

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Jost Hess

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Hans-Joachim Grajer

Fotos: Jürgen Wilke

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