Schüler präsentieren Kunstwerke zu „Gefahren im Netz“

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Weiden. Der Arbeitskreis „Gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ Weiden-Neustadt hat für Winter 2019 eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Gefahren im Netz“ organisiert. Den Auftakt machte nun eine Kunstausstellung in der Regionalbibliothek Weiden, für die auch Schüler aus Weiden und Eschenbach Bilder gestalteten.

Von Jürgen Wilke

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Anschaulich präsentierten Schüler der Markus-Gottwalt-Mittelschule Eschenbach ihre Ideen zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

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Die Veranstaltungsreihe befasst sich mit den Gefahren für Kinder und Jugendliche, die sich aus der zunehmenden Nutzung des Internets und der sozialen Medien ergeben. Für Eltern und Fachkräfte ist es oft nicht einfach, sexuelle Gewalt in diesem Rahmen zu erkennen und entsprechend einzugreifen.

Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe der Max-Reger-Mittelschule Weiden und der Markus-Gottwalt-Mittelschule Eschenbach setzten sich künstlerisch mit dem Thema „Gefahren im Netz“ auseinander. In ihren Bildern gehen sie auf unterschiedliche mögliche Gefahren im Netz ein.

Beispiel der Schüler-Kunstwerke zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

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Sie stellten die Kunstausstellung vor: Dr. Daniela Runkel (links), Sophia Zeitler (vorne), Kordula Müller, Renate Riedl, Gunter Hannig, Ruth Neumann (stehend von links). Bild: Jürgen Wilke

Die Ausstellung stellten der Diplom-Psychologe Gunter Hannig (Leiter der Erziehungsberatungsstelle Weiden und Leiter des Arbeitskreises „Gegen sexuelle Gewalt an Kindern“), Sophia Zeitler, Sozialpädagogin der Beratungs– und Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt von „Dornrose e.V.“, Renate Riedl vom Arbeitskreis „Gegen sexuelle Gewalt an Kindern“, Dr. Daniela Runkel vom Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) am Klinikum Weiden, Kordula Müller von der sozialpädagogischen Familienhilfe der Caritas und Susanne Preißinger, Lehrerin an der Markus-Gottwalt-Schule Eschenbach, vor.

Sensibilisierung stärken

Ruth Neumann, stellvertretende Leiterin der Regionalbibliothek und zuständig für Kinder- und Jugendarbeit, begrüßte die Veranstalter sowie die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen. „Es ist beeindruckend, was auf den Bildern an Gefühlen, Ängsten und Wissen über sexuelle Gewalt im Netz zum Ausdruck gebracht wird“, sagte Neumann. Hannig fügte hinzu, dass mehr sensibilisiert werden müsse.

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Schülerinnen der Max-Reger-Mittelschule Weiden äußerten sich zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Zeitler machte deutlich, wie wichtig das Thema ist. Bei „Dornrose“ gehe der Fokus der Beratung immer mehr zum Themenbereich sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

„Wir müssen offen darüber sprechen und Kompetenzen schaffen.

Ihr seid die, die am meisten darüber wissen“, wendete sich die Sozialpädagogin an die Schüler.

Beispiel der Schüler-Kunstwerke zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Weitere Veranstaltungen im Dezember

Um der Wichtigkeit des Themas gerecht zu werden, haben die Verantwortlichen weitere Veranstaltungen geplant. Im Zuge der Reihe gibt es am Mittwoch, 4. Dezember um 19 Uhr eine Filmvorstellung im Neue Welt Kinocenter im Rahmen des „Tag des besonderen Films“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Außerdem hält Birgit Zwicknagel am Mittwoch, 11.Dezember um 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Gefahren im Netz“ an der Volkshochschule in Weiden.

Die Ausstellung in der Regionalbibliothek Weiden ist noch bis Freitag, 29. November zu sehen.

Beispiel der Schüler-Kunstwerke zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Informationstisch zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Beispiel der Schüler-Kunstwerke zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Arbeitskreis „Gegen sexuelle Gewalt an Kindern“

Den Arbeitskreis „Gegen sexuelle Gewalt an Kindern“ Weiden-Neustadt bilden Personen aus beratenden Einrichtungen, den Jugendämtern, den Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Dessen Aufgabe ist es, über Hilfsangebote für betroffene Kinder und Familien in unserer Region zu informieren, diese zu vernetzen sowie in der Öffentlichkeit über diese Themen aufzuklären und Fortbildungen für Fachkräfte zu organisieren. Der Arbeitskreis wurde Ende des Jahres 1993 gegründet.

Beispiel der Schüler-Kunstwerke zum Thema „Gefahren im Netz“. Bild: Jürgen Wilke

Bilder: Jürgen Wilke

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