Info über Sterbebegleitung und Trauerarbeit

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Neustadt/WN. Eine 19-köpfige Abordnung von SPD Politikern und Mandatsträgern aus den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth mit MdL Anette Karl an der Spitze kam zu einem Informationsgespräch auf den Neustädter Felixberg in die neuen Räume des ambulanten Hospizdienstes der Malteser.

Besuch SPD Neustadt ambulanter Hospizdienst

Eine starke Abordnung von SPD Politikern aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth beim ambulanten Hospizdienst der Malteser. Foto: Malteser Weiden

Geschäftsführer Dieter Landgraf begrüßte die Delegation und machte deutlich, dass man froh sei, hier geeignete Räume gefunden zu haben, da die bisherigen Büros den gestiegenen Anforderungen einfach nicht mehr gerecht wurden. „Ich freue mich, dass auch unsere Diözesanleiterin, Baronin von Gemmingen-Hornberg, gekommen ist, um Ihnen Informationen -nicht nur über den Hospizdienst- mitzugeben!“, so der Weidener Malteser-Chef.

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Die Diözesanleiterin machte deutlich, dass es ihr wichtig sei, dass das wichtige, wertvolle und vor allen Dingen für jedermann kostenfreie Angebot des ambulanten Hospizdienstes der breiten Bevölkerung bekannt gemacht werde, da leider immer noch sehr viele Menschen in der Region nichts von dieser Möglichkeit wissen.

Fahrzeug für Transporte benötigt

In diesem Zusammenhang verwies sie auf ein weiteres kostenfreies Angebot für Schwerstkranke, den Herzenswunschkrankenwagen. Hier wird Betroffenen die Möglichkeit gegeben, noch ein letztes mal einen Ort oder Personen zu besuchen, die einem wichtig waren. So wurden schon verschiedene Fahrten durchgeführt, z.B. in den Circus Krone, die Bavaria Filmstudios oder aber auch der Besuch eines Fußballspiels. Derzeit sei man dabei, so die Freifrau, ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug anzuschaffen, das über Spenden finanziert werden soll und man nicht auf die Fahrzeuge des Rettungsdienstes zurückgreifen muss.

Danach gab die Leiterin des stationären Hospizes Sankt Felix, Susanne Wagner, einen kurzen Einblick in die Arbeit „ihres“ Hauses. Elke Lauterbach, der leitenden Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes, war es vorbehalten, die Besuchergruppe über die vielfältigen Angebote ihres Dienstes zu informieren. Man biete nicht nur die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden an, sondern man helfe auch den Angehörigen, die oftmals mit der Situation überfordert sind. Auch über den Tod hinaus steht man den Angehörigen bei der Bewältigung der Trauer bei.

Wie mit Trauer umgehen?

Unter den derzeit 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind jetzt auch speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen, die sich auf die Trauerarbeit mit Kindern spezialisiert haben. Hilde Haupt, seit vielen Jahren im ambulanten Hospizdienst tätig, berichtete den Gästen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, die sie in ihrer langjährigen Tätigkeit miterlebt hat und wie viele falsche Ratschläge den Angehörigen oftmals gegeben werden, wie sie am besten mit ihrer Situation umgehen sollen.

Gleiches gelte für so manche Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, in denen oft viel „Unsinn“ stehe. Auch hier könne man beraten, da man gezielt Mitarbeiterinnen für diese Thematik habe schulen lassen.

Hilfe auch für die Helfer

MdL Anette Karl fragte nach, ob denn auch für die Ehrenamtlichen eine Begleitung gewährleistet sei, da deren Tätigkeit ja meist sehr belastend sei! Lauterbach erklärte, dass selbstverständlich auch den eigenen Begleitern, unter anderem in Supervisionen, Hospizabenden und regelmäßigen Treffen, die Möglichkeit gegeben wird, eventuelle Probleme anzusprechen und Lösungen zu finden.

Zum Abschluss des Informationsbesuches forderte Geschäftsführer Landgraf die Gäste auf, die vielen Informationen, die sie erhalten haben in ihrem Umfeld, sei es in der Politik, den Vereinen oder dem eigenen Umfeld weiterzutragen.

Für die gesamte Besuchergruppe bedankte sich Anette Karl für die ausführlichen Informationen, die den meisten von ihnen so noch nicht bekannt waren und überreichte an die Diözesanleitern Baronin von Gemmingen-Hornberg eine Spende für den Herzenswunschkrankenwagen.

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