Demokratie leben wird weiter gefördert

Projekte können eingereicht werden

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Weiden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert über „Demokratie leben“ seit 2015 das zivilgesellschaftliche Engagement für unsere Demokratie, für Vielfalt und gegen jede Form von Extremismus. Die Stadt Weiden ist mit ihrem Projekt für die Förderung 2020 ausgewählt worden und hat einen Zuwendungsbescheid erhalten. 

Von Jürgen Wilke

Demokratie leben Förderung Stadt Weiden

Susanne Reinhardt, Jens Meyer und Herbert Schmid stellen die Projekte vor. Foto: Jürgen Wilke

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Die gute Nachricht kam schon kurz vor den Weihnachtstagen aus dem BMFSFJ. Nach der erfolgreichen Beendigung der ersten Förderrunde des Bundesprogramms „Demokratie leben“ beteiligt sich die Stadt Weiden nun auch an der zweiten Förderrunde des Programms BMFSFJ. Bürgermeister Jens Meyer und Susanne Reinhardt vom Dezernat 5 im Weidener Rathaus sowie Herbert Schmid, von „Arbeit und Leben Bayern gGmbH“ stellten Einzelheiten über die neue Förderperiode vor.

Werbung für Vielfalt und Frieden

Bürgermeister Meyer zeigte sich hocherfreut, dass die Stadt Weiden mit der weiteren Förderung durch das Ministerium ausgezeichnet wurde. Es gehe bei dem Programm vor allem um Werbung für Vielfalt, Toleranz, Respekt zueinander und Wertschätzung über eine Friedenszeit von über 70 Jahren in Deutschland. „Aber Demokratie muss immer wieder neu erklärt und dafür geworben werden“, betonte Meyer.

Herbert Schmid dankte Susanne Reinhardt mit ihrem Team und dem Begleitausschuss für ihr Engagement für dieses Projekt. Ein Dank ging auch an die Stadt Weiden, die voll hinter dem Projekt stehe.

Weitere Informationen zu Demokratie leben:

Auf den gesamten Förderzeitraum von 2020 bis 2024 stellt der Bund 625.000 Euro zur Verfügung und die Stadt Weiden bis zu 67.445 Euro. Wie im vorhergehenden Förderzeitraum können gemeinnützige und nichtstaatliche Einrichtungen wie Vereine, Jugendorganisatoren und andere eine breite Palette von Projektideen umsetzen.

In der vorhergehenden Förderperiode waren es rund 90 Projekte. Jetzt können es wesentlich mehr werden. Themenschwerpunkte bilden Extremismus-Prävention, Demokratiestärkung, Rassismus, Antisemitismus, Inklusion und Teilhabe, Homophobie und Gestaltung von Vielfalt. Das Maßnahmenspektrum reicht von Vorträgen, Workshops, Filmvorführungen, Diskussionen, Ausstellungen bis hin zu Kunstaktionen und Theaterprojekten.

Pro Jahr stehen in zwei Programmabschnitten insgesamt 72.000 Euro zur Verfügung, 60.000 Euro im Aktions- und Initiativfonds und 12.000 im Jugendfonds. Anders als bisher, können sich Maßnahmen auch über zwei Jahre erstrecken.

Die Entscheidung über die Förderung trifft ein Begleitausschuss von 14 Personen aus verschiedensten Einrichtungen. Damit die neue Förderperiode nahtlos anschließen kann, wurden von den Programmorganisatoren bereits Anträge mit einem Fördervolumen von 25.000 Euro für das Jahr 2020 entgegengenommen. Zwischenzeitlich hat darüber der Begleitausschuss entschieden.

Die Antragsfrist für die nächste Bewilligungsrunde endet am 28. Februar. Der Erfolg des Programms „Demokratie leben“ wird in einer wissenschaftlichen Studie beobachtet.

Bereits bewilligte Projekte des Förderprogramms:

  • Arbeit und Leben Bayern gGmbH: „Kommunalwahl 2020 – Wer macht das Rennen?“
  • Stadtjugendring Weiden: „Cybermobbing und FakeNews“
  • Evangelische Jugend: „YouCom 2020–Grenzenlos unterwegs–mit und wohin?“
  • Freunde und Förderer der Gustav-von-Schlör-Schule: „Auseinandersetzung mit den Gefahren des Rechtsextremismus unter Jugendlichen“
  • Neue Zeiten: „Demokratieschule 2020“
  • Stadtjugendring: „Projekttag Voll motiviert – Zukunft mit Perspektive mit Weidener Schulen“
  • Pro Libris: „Ausstellung ’Guten Tag, lieber Feind’ – Bilderbücher für Frieden und Menschlichkeit“
  • Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg Diözesanverband Regensburg: „Kobold Royal – Jupfis auf internationalen Pfaden

Wer Fragen oder Ideen hat, kann sich an Susanne Reinhardt Telefon: 0961 / 81 30 04 oder an Herbert Schmid Telefon: 0961 / 63 45 77 05 wenden. Sie helfen bei Antragstellung und Projektumsetzung.

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