Fachkraft für Grundschulkindbetreuung zieht an

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Neustadt/WN. Wenn sich die Nachfrage zu der neuen Qualifizierung für die Betreuung der Grundschulkinder in die Tat umsetzen lässt, dann kommt auf das Staatliche Berufliche Schulzentrum in Neustadt einiges zu.

Von Bernhard KnauerInfoabend Grundschulkindbetreuung

Die Voranfragen zeigten schon das große Interesse, doch die erste Infoveranstaltung zu diesem Schulversuch „Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung“ setzte ein Ausrufezeichen: Beinahe 50 Interessierte, männlich, weiblich, junge und junggebliebene – die Teilnehmer waren nicht nur gekommen, sondern nahmen diesen Abend an.

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Roland Kusche, Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik, hatte mit einigen Studierenden den Abend bestens vorbereitet. Reiner Butz, stellvertretender Schulleiter des BSZ, war mehr als überrascht von diesem enormen Interesse. „Es zeigt, dass nicht nur unsere Einrichtung anerkannt ist, sondern auch dieser neue Ausbildungszweig auf sehr großes Interesse stößt.“

Anschaulich den Unterricht erklärt

Doch bevor Roland Kusche in einem sehr informativen Vortrag alles rund um diesen neuen Ausbildungsgang vorstellte, zeigten und erklärten Studierende um was es eigentlich in dieser Neustädter Einrichtung und im Bereich Erziehung geht. Gemeinsam wurde mit Lehrkräften musiziert um dann anhand einiger weniger Beispiele zu erklären, um was es eigentlich in den Schulprojekten geht: „Wir lernen Kindern die sinnvolle Mülltrennung, führen Experimente durch, informieren über richtiges Essen oder schulen die Sinne.“ Es war sehr anschaulich, was an der Schule am Felixberg eigentlich unterrichtet wird.

Roland Kusche nahm diesen Faden dann bei seinem Vortrag gleich mit auf: „Vieles was bei uns an der Fachakademie unterrichtet wird, ist auch in der Grundschule bei der Betreuung von Kindern wichtig.“ Er stellte die neue Ausbildungsrichtung vor, natürlich vom derzeitigen Stand ausgehend, und gab Hinweise wie es weitergehen soll.

Rechtsanspruch wirft Schatten voraus

Es sind Gesetzliche Vorgaben ab dem Jahr 2025, die bereits jetzt ihre Schatten voraus werfen. „Ab diesem Jahr haben Eltern einen Rechtsanspruch für die Betreuung von Grundschulkindern am Nachmittag. Aus diesem Grund soll im Schuljahr 2020/21 in der Neustädter Fachakademie für Sozialpädagogik des Beruflichen Bildungszentrums ein Schulversuch gestartet werden: Eine Ausbildung in zwei Jahren (Teilzeit drei Jahre) zur „Pädagogischen Fachkraft für Grundschulbetreuung“.

Kusche betonte, dass der Fachkräftemangel schon längst den pädagogischen Bereich erreicht habe. So muss bereits jetzt intensiv Werbung dafür betrieben werden, um der gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen.

Viele Fragen geklärtInfoabend Grundschulkindbetreuung

„Es handelt sich um eine Weiterbildung, die als Voraussetzung eine Ausbildung oder ein Studium hat. Die schulische Phase umfasst ein Jahr in Vollzeit oder zwei Jahre in Teilzeit, gefolgt von einem Jahr Berufspraktikum. Eine Förderung über das Aufstiegs-Bafög ist wahrscheinlich. Arbeitsfelder nach dieser Ausbildung sind die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen, Horte oder Haus für Kinder.“

Natürlich war es bei diesem Informationsabend auch möglich Fragen zu stellen, und diese kamen auch. So gab es etwa Fragen zu den späteren Einsatzmöglichkeiten, zur Finanzierung der Ausbildung, zu den Qualifikationen, die man mitbringen muss, um die Weiterbildung beginnen zu können, und den späteren Verdienstmöglichkeiten.

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