Kolumne Eric Frenzel: Planica und Garmisch statt Karibik

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Flossenbürg. Statt in den Urlaub in den Süden geht es für Eric Frenzel dorthin, wo es knackig kalt ist. Der Grund: Schanzentraining. Da allerdings herrscht auch wie an Karibischen Stränden aktuell Hochbetrieb. 

Von Eric Frenzel

Eric Frenzel Kolumne

An den Schanzen herrscht aktuell Hochbetrieb.

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„Während zahlreiche Familien angesichts der kalten Temperaturen und der nass-feuchten Witterung begierig die Reisekataloge nach ultimativen Sonn-und Strand-Kurzurlauben durchstöbern, überlegen wir angestrengt im Team wo wir hinfahren. Wir wollen wochenweise unsere Schanzentrainings absolvieren, um die Zeit der wettkampfreien Phase für das Springtraining zu nutzen. Dabei müssen auch wir das Wetter im Blick haben, da wir uns nicht nach Sonne, sondern nach Schneesicherheit und knackigen Temperaturen sehnen: also Planica, Innsbruck, Garmisch statt Karibik, Seychellen und Mauritius.

Autogramme schreiben vor dem Springen

Unsere Reiseroute begann unmittelbar nach Weihnachten zu Hause in Flossenbürg nach Planica, 650 Kilometer entfernt, dort herrschten sehr gute Bedingungen zum Springen, wie auch andere Nationen eruiert hatten. Die Schanzen waren großartig präpariert, so dass die Nationen in großen Schlangen zum Sprungturm anstanden. Auch viele Juniorenteams aus dem Bereich Spezialspringen und Nordische Kombination waren vor Ort, was schon mal dazu führte, dass man beim Anstehen Autogramme schreiben musste.

Die Trainingsphase in Planica war sehr intensiv, vier bis sechs Sprünge nebst Auswertung pro Trainingstag haben mich wieder einen kleinen Schritt näher an die optimale Sprungform gebracht. Nach Planica kehrte ich wieder nach Hause zurück, um eine Woche Training in Oberwiesenthal zu absolvieren. Neben dem Springen standen nun auch noch Lauftraining in der Loipe und Krafttraining auf dem Programm.

Froh über Training zu Hause

Am wichtigsten aber auch wieder: das Schanzentraining unter den Augen meines Heimtrainers Frank Erlbeck. In den letzten Jahren waren auf Grund der Terminkalender solche ausführlichen Heimtrainings in der Saison nicht denkbar. Auf Grund einer fehlenden Großveranstaltung springen wir dieses Jahr ja nur die Veranstaltungen des Weltcups, so dass der Zeitplan nicht ganz so straff ist wie sonst ist. In der jetzigen Situation bin ich natürlich froh über die Möglichkeit, mit Frank meine Sprünge zu diskutieren.

Der letzte Schliff

In Gedanken sind die Koffer für die weiteren Weltcupstationen gepackt. Bevor es im Süden weitergeht mit den Wettkämpfen, werden wir schlussendlich auch diese Anreise nutzen, um einigen Schanzen noch vorher einen Besuch abzustatten. Im Blick der Trainer sind Garmisch und Innsbruck. Wobei ich persönlich mehr auf Garmisch hoffe, da es positive Erinnerungen in mir weckt.

Vor Pjöngchang waren wir auch ins Allgäu gereist, um uns den letzten Schliff für die Olympischen Spiele zu holen, was ja bekanntlich zu Gold führte. Von daher würde ich ein Kurztrainingslager in Garmisch begrüßen, um mich vor allem für das Triple-Event in Seefeld zu rüsten.

Die Trainingsintervalle auf den Schanzen jenseits der Wettkämpfe haben mir gut getan, die Richtung stimmt, ich habe das Podest wieder im Visier.

Herzlichst Eric“

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