Alexander ist durcheinander

Viele Frauen, ein Baby und Siri

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Grafenwöhr. Der Titel war Programm: „Alexander Durcheinander“ führt zu Verwicklungen am laufenden Band, die natürlich auch die Lachmuskeln der Zuschauer enorm strapazieren.

Von Renate Gradl 

Theatergruppe Grafenwöhr Alexander Durcheinander

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Es waren einmal mehr Glanzleistungen, die die Laienschauspieler der Katholischen Theatergruppe gezeigt haben. Die Blechdose „Siri“ hatte eine riesengroße Rolle und war nie um Antworten verlegen. Das haben die Techniker Andreas Keck und Christoph Ertl ermöglicht. Selbst einer der neuen Schauspieler – Raphael Zellner – schlüpfte gleich in sieben verschiedene Rollen. Mimik und Ausdruck – egal ob als Italiener,als Franke oder „warmer Detlef“ – stimmten. Das Publikum sah mit ihm einen weiteren Stern am Theaterhimmel aufgehen. Autor und Regisseur Wolfgang Bräutigam feiert sogar ein Jubiläum: „Alexander Durcheinander“ ist das 25. Stück aus seiner Feder.

Viele Frauen, ein Baby und „Siri“

Alexander Hauser (gespielt von Matthias Hörl) wohnt alleine in dem ehemals gemeinsamen Haus. Seine „Nochehefrau“ Sandra (Lisa-Marie Specht) ist nach einer Affäre mit Paul Richter (Michael Bräutigam) ausgezogen. Sandra wird jedoch noch immer mit einer monatlichen Finanzspritze ihrer Eltern unterstützt. Da sie damit ein gutes arbeitsfreies Leben führen kann, hat sie ihre Eltern noch nichts über die von ihr verschuldete Trennung informiert. Das Geld der Eltern diente eigentlich zur Finanzierung des Hauskredits. Den hat Alexander alleine beglichen.

Theatergruppe Grafenwöhr Alexander Durcheinander

Alexander hat mit Stewardess Corinna Schmidt (Stefanie Lacher) seit kurzem wieder eine neue Beziehung. Als EDV-Programmierer hat er aber auch ein Faible für eine künstliche Frau namens „Siri“, die ihm sein Leben erleichtert und das Haus überwacht. Da Alexander und Corinna, vormals auch Sandra, beruflich oft auf Dienstreise sind, kümmert sich an diesen Tagen sein bester Freund Norbert (Florian Danninger) um das Haus.

 

Am Tag der nächsten Dienstreise, als Sandra mit ihrem Paul endlich ihren letzten Umzugskarton abholen will, steht plötzlich ein an Alexander adressierter Maxicosi mit Baby im Wohnzimmer, abgegeben von Julia (Katja Baarfüsser), einem vermeintlichen One-Night-Stand. Im Haus ist auch Alexanders beziehungsweise Norberts Flamme Laura (Marina Sollacher). Dann taucht die hochschwangere Jaqueline (Silke Kraus) auf, die Alexander gerne als Erzeuger bei der Geburt als werdenden Vater dabeihaben möchte.

Theatergruppe Grafenwöhr Alexander Durcheinander

Die Eltern von Sandra (Wolfgang und Regina Bräutigam) haben sich auf dem Heimweg von einer Weltreise zu einem Spontanbesuch angemeldet. Da Sandra ihre Eltern noch nicht über die Trennung informiert hat, muss wegen des Besuchs eine glückliche Ehe vorgespielt werden.

Die vielen vermeintlichen Freundinnen von Alexander bringen ihn in Erklärungsnot. Bei all den Liebschaften wird der Fehltritt von Sandra in ein ganz neues Licht gerückt. Die beiden haben ihre liebe Müh, die vielen Damen im Haus den „Noch-Schwiegereltern“ zu erklären. Anstatt die Schwiegereltern aber über die Trennung zu informieren, macht Sandra die beiden zu Oma und Opa.

Durch die vielen Notlügen kommt es zu allerhand Verwicklungen. Die aktuellen Partner werden zum Hausmeister oder zur Cousine, eine anstehende Geburt sorgt für Aufregung, Julias Baby muss versorgt werden, ein Gerichtsvollzieher will ausstehende Alimente kassieren und ein warmer Detlef bringt für Alexander eine fristlose Kündigung seines Arbeitgebers. Ein Italiener schlägt Alexander und Norbert eine blutige Nase und der Postbote bringt eine unmoralische Lieferung. Bei so vielen Gästen verliert sogar „Siri“ den Überblick und wird mit ihren Kommentaren zur zusätzlichen Belastung. Doch am Schluss wurde einiges aufgeklärt und Besserung gelobt.

Theatergruppe Grafenwöhr Alexander Durcheinander

Theatergruppe Grafenwöhr Alexander Durcheinander

Bilder: Renate Gradl 

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