Kinderfeuerwehr für Gössenreuth?

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Grafenwöhr/Gössenreuth. Die Jugend der Feuerwehr Gössenreuth musste 2019 etwas zurückstecken – wie die Floriansjünger mit Nachwuchsmangel umgeht und wie sie dem entgegen wirken wollen. 

Feuerwehr Gössenreuth Jahreshauptversammlung

Beförderungen, Ehrung und Abschied bei der Feuerwehr Gössenreuth. Von links: Bürgermeister Edgar Knobloch, Kommandant Siegfried Regner, Kreisbrandrat Marco Saller, Peter Stopfer, Manuel Schug, Norbert Kausler, Werner Stopfer, Vorsitzender Reinhard Müller und Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz.

„Es war ein ruhiges Vereinsjahr“, fasst Reinhard Müller, der Vorsitzende der Feuerwehr Gössenreuth zusammen. Es war geprägt von Pflege- und Unterhaltsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus aber auch vielen gemeinsamen Feiern, ob als Besucher oder Organisator. „Ich danke allen, die sich tatkräftig einbringen“, sagt Müller. Die Mitgliederzahl der Feuerwehr Gössenreuth liegt aktuell bei 74 – von 32 aktiven Floriansjüngern.

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Ein Einsatz „brennt“ sich ein

Laut Kommandant Siegfried Regner haben die Gössenreuther 14 Einsätze gemeistert. Zu acht Bränden sind die Einsatzkräfte ausgerückt, sechs Mal leisteten sie außerdem technische Hilfe. Vor allem ein Einsatz 2019 hat sich bei den Ehrenamtlichen im wahrsten Sinne ins Gedächtnis gebrannt: Das Großfeuer in der Eichendorffstraße. „So etwas kommt nicht oft vor“, so der Kommandant. Zum Glück.

Neben Unfalleinsätzen haben die Floriansjünger sechs Übungen absolviert, unter anderem zusammen mit Kameraden aus Eschenbach. Dankbar sei der Kommandant vor allem für neue Schutzanzüge mit der Aufschrift „Stadt Grafenwöhr“ und die neue Multifunktionswanne. Auch die Strahler werden auf LED umgestellt: „Unser Dank gilt der Stadt Grafenwöhr, die alles unbürokratisch in die Wege geleitet hat“, so Regner am Ende seiner Rede.

Dienstbetrieb muss aussetzen

Auch Sicht von Jugendwart Christian Müller war das Jahr 2019 schwierig. Im Vorjahr waren noch drei Jugendliche bei ihm in der Ausbildung – nachdem zwei von ihnen in den aktiven Dienst gewechselt sind, ist nur noch einer übrig geblieben. Darum müsse der Dienstbetrieb der Feuerwehr aussetzen. Der „übrig gebliebene“ Sprössling übt bei den Aktiven mit, wie Müller erklärte.

Kinderfeuerwehr für Gössenreuth?

Aber wie lockt man denn den Feuerwehr-Nachwuchs? Die Idee eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen, kam bei den Mitgliedern gut an. „Wir werden diesbezüglich die nächsten Schritte angehen“, versprach Regner. Nach Kassenbericht von Jürgen Stopfer wurde die Vorstandschaft entlastet. Auch sehen die Mitglieder keinen Bedarf für einen weiteren Stellvertretenden Kommandanten.

Neues altes Vorstandsteam

Feuerwehr Gössenreuth Jahreshauptversammlung

Der neue (alte) Führungsstab der Feuerwehr Gößenreuth mit Bürgermeister Edgar Knobloch.

Bürgermeister Edgar Knobloch leitete die Wahl der neuen Vorstandschaft. So haben die 33 stimmberechtigten Mitglieder entschieden: Reinhard Müller bleibt Vorsitzender, Lukas Stopfer sein Stellvertreter. Christian Fehn behält das Amt des Schriftführers. Neu als Schriftführer fungiert Michael Regner. Jürgen Stopfer und Michael Müller sind Kassenprüfer.

Die 24 anwesenden aktiven Mitglieder haben wieder Siegfried Regner zum Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter wird Christian Müller.

„In so einer Kameradschaft lässt es sich gut leben“, lobte Knobloch. Außerdem gab er bekannt, dass in der Dorfmitte von Gössenreuth ein Defibrator angebracht wird. Kreisbrandrat Marco Saller bedankte sich bei den Kameraden für die geleistete Arbeit: „Die digitale Alarmierung ist unser nächster Schritt, der noch 2020 gestartet wird“.

Ehrungen und Beförderungen:

Peter Stopfer und Manuel Schug zum Feuerwehrmann
Lukas Kraus zum Feuerwehrsanitäter
Werner Stopfer für 40 Jahre

Norbert Kausler wurde aus dem aktiven Dienst entlassen. Er trat 1972 in die Feuerwehr Gössenreuth ein und absolvierte 47 Jahre aktiven Dienst als Floriansjünger.

Bilder: Jürgen Masching

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