Segnung der neuen „Schwarzfahrerstelle“

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Weiden. Im zweiten Stock des Bahnhofsgebäudes, dort wo früher in einer ärztlichen Praxis Untersuchungen durchgeführt wurden, werden nun „Schwarzfahrdelikte“ untersucht. Die 13 Beschäftigten der Zentralen Bearbeitungsstelle für Fahrgelddelikte (ZBFD) der Bundespolizei, die bisher an anderer Stelle am Bahnhof Weiden sehr beengt untergebracht waren, sind nun in die neuen Büroräume eingezogen.

Segnung ZBFD Weiden

Der Leiter der ZBFD Richard Seidl (zweiter von links), stellv. Leiter der ZBFD Bernd Rauer (Vierter von rechts), Pater Benedikt (Dritter von rechts), Leitender Polizeidirektor Uwe Landgrebe (Zweiter von rechts)

Angegliedert ist die Dienststelle der ZBFD – Hauptstelle in Bärnau, von wo der Leiter Polizeihauptkommissar (PHK) Richard Seidl zum Weidener Bahnhof zur offiziellen Übergabe und Segnung gekommen war. Sein Stellvertreter und ZBFD-Chef am Weidener Bahnhof, PHK Bernd Rauer konnte den Stabsbereichsleiter 1 der Bundespolizeidirektion München, Leitender Polizeidirektor Uwe Landgrebe in der nördlichen Oberpfalz begrüßen. Ebenso war der Leiter des Sachbereiches
Kriminalitätsbekämpfung – Erster Polizeihauptkommissar Martin Ebenschwanger, den der ZBFD unterstellt ist, von der Landeshauptstadt nach Weiden angereist.

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„Ich habe als früherer Inspektionsleiter der Waidhauser Bundespolizeiinspektion die elfjährige Erfolgsgeschichte der ZBFD bis heute verfolgt und begleitet“, sagte Leitender Polizeidirektor Landgrebe. Zu seiner damaligen Waidhauser Bundesbehörde gehören die Reviere Bärnau und Weiden aus deren Personal sich teilweise die Sachbearbeiter für den riesigen Aktenberg rekrutierten.

Eine von deutschlandweit vier Stellen

Entscheidend für das schnelle Gelingen der Umbaumaßnahme sei Julia Thoma vom Sachbereich Baumaßnahmen – der Bundespolizeidirektion München zusammen mit Ulrich Knorr vom Staatlichen Bauamt Amberg / Sulzbach gewesen. „Am 5. Oktober 2009 startete die zentrale Stelle für Fahrgelddelikte in Bärnau, seit November 2014 habe man zusätzlich neue Räumlichkeiten in Weiden angemietet, die aber sehr beengt und unzureichend waren. Seit Mitte Dezember 2019 sei man nun in den neuen Räumen am Bahnhof.

Bundesweit seien laut Landgrebe die Fahrgelddelikte gestiegen. Ins Leben gerufen wurde die ZBFD mit dem Ziel, die Bundespolizeiinspektionen in Bayern bei der Sachbearbeitung von massenhaft auftretenden Delikten, wie eben den Schwarzfahrten, zu entlasten. Bundesweit existieren noch vier weitere, ähnlich strukturierte Stellen.

25.000 Schwarzfahrten im Jahr

Seit der Gründung habe man an beiden ZBFD – Standorten die Straftaten von 254.000 Schwarzfahrern bearbeitet was im Durchschnitt 25.000 im Jahr seien. Die höchste Geldstrafe sei für vier Schwarzfahrten 28.800 Euro an eine Person gewesen. Zwei Jahre und neun Monate war die höchste Haftstrafe – 3 Jahre und 10 Monate die höchste Verurteilung für einen Jugendlichen, was doch imposante Zahlen seien.

Bundespolizei – Seelsorger Pater Dr. Benedikt Röder aus Bayreuth segnete die neuen Diensträume und wünschte, dass ein guter Geist einziehen und ein gute Atmosphäre herrschen solle. ZBFD – Leiter PHK Seidl meinte, dass mittlerweile das Schwarzfahren – Erschleichen von Leistungen – ein großes Problem sei und seine Dienststelle derzeit einen riesigen Berg an über 13.000 Vorgängen vor sich herschiebe, die durch die insgesamt 36 Beschäftigen in Bärnau und Weiden abgearbeitet werden müssen.

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