620 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung

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Neustadt/WN/Tirschenreuth/Weiden. Seit einer Woche gilt in Bayern nun die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. Wie Ministerpräsident Markus Söder heute in einer Pressekonferenz mitteilte, wird diese auch noch bis einschließlich 19. April aufrechterhalten. Deshalb führen die Polizisten auch weiterhin verstärkt Kontrollen durch.

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Die Oberpfälzer Polizei führte am Wochenende rund 4.000 Kontrollen durch. Bild: Pixabay (Symbolbild)

Am zweiten Wochenende führten die Beamten in der Oberpfalz knapp 4.000 Kontrollen durch. Dabei registrierten sie 620 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung. Die meisten Verstöße (330) ereigneten sich zwischen Samstag- und Sonntagmorgen.

Trotz des eindringlichen Appells von Freitag, musste die Oberpfälzer Polizei zu vielen Partys und Grillfeiern anrücken. Ob im Freien auf Parkgeländen oder im Garten des privaten Anwesens – die Bürgerinnen und Bürger waren zwar in der Regel einsichtig, jedoch mussten zahlreiche Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstellt werden. Auch viele Jugendlichen erhielten neben einer Bußgeldanzeige einen Platzverweis, da sie sich zum Fußball-, Basketball- oder Tischtennisspielen getroffen hatten.

Gastrobetriebe halten sich an Vorgaben

Am Samstagnachmittag kontrollierten die Polizisten der PI Neustadt/WN neun Personen in Kohlberg. Nach ihren Angaben wollten sie alle ein Auto reparieren. Ein triftiger Grund war nicht ersichtlich, weshalb sie alle eine Anzeige erhielten.

„Erfreulich war das Ergebnis der Überwachung von über 800 Gastronomiebetrieben, bei der kein einziger Verstoß festgestellt werden musste“, betont ein Specher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Schließlich kann man seine lokalen Gastronomien weiterhin unterstützen, indem man sich sein Essen liefern lässt oder es abholt. Eine Liste mit den Lieferdiensten aus der Nordoberpfalz haben wir hier für euch zusammengefasst. Bei über 500 überprüften Ladengeschäften, erhoben sie zwei Anzeigen gegen Betreiber.

Zu Hause bleiben lautet das Gebot

Die Einhaltung der Allgemeinverfügung ist weiterhin dringend notwendig. Die Polizei verstärkt die Kontrollen und appelliert erneut an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, zu Hause zu bleiben!

Zudem ist der Oberpfälzer Polizei bewusst, dass in der aktuellen Krise ungewohnt viel Zeit mit den Familienmitgliedern verbracht wird. Dies kann verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Es können Konflikte in der Partnerschaft und in der Familie auftreten, die sich in Streit bis hin zu Gewalthandlungen entladen.

Die Polizei Oberpfalz rät daher: „Leben Sie die Gewalt nicht aus!“

  • Definieren Sie klar abgegrenzte Stunden, die jede/r für sich alleine verbringt und schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten. Machen Sie z.B. einen Spaziergang alleine.
  • Sprechen Sie Ärger an, noch bevor die Situation eskaliert. Kurzfristige Konflikte wird es bei jedem immer wieder mal geben – wichtig ist, dass diese gelöst werden.
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie von Gewalt betroffen sind! Bleiben Sie nicht allein mit Ihren Ängsten. Beratungseinrichtungen sind auch jetzt zumindest telefonisch für Sie da. Wenden Sie sich an das Beratungstelefon der Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer unter der Rufnummer 0941/506-1333! Sie kann Ihnen wertvolle Verhaltenstipps geben oder Sie an andere Beratungsstellen weiter verweisen.
  • In Akutfällen wenden Sie sich bitte an den Notruf der Polizei: 110
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