Mamas greifen zur Nadel und helfen Waldershofern

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Waldershof. Angefangen hat es mit einem Corona-Hilfsdienst von TSV und Katholischer Jugend. Innerhalb kürzester Zeit haben Mütter aus dem Elterncafé die Helfer mit selbstgenähten Stoff-Behelfsmasken unterstützt.

Von Yvonne Fichtl

Waldershof Elterncafé Einkaufsservice Mundschutz

Sabine Kops leitet das Elterncafé und hat gemeinsam mit anderen Müttern bereits zahlreiche Stoffmasken genäht.

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Winfried Neubauer koordiniert gerade den Hilfsservice der Waldershofer. Katholische Jugend und TSV erledigen wegen der Corona-Pandemie Einkäufe und Besorgungen gerade für ältere Mitbürger. „Leider werden derartige Hilfsangebote von Betrügern auch ausgenutzt“, warnt der Initiator. Damit sich jeder Waldershofer sicher sein kann, dass der Helfer an der Tür auch wirklich helfen will, sind alle bei der Stadt registriert. „Jeder kann anrufen und nachfragen, ob der Max Mustermann auch wirklich zu unserem Team gehört.“

Provisorischer Mundschutz aus Stoffresten

Der Schutz der Bevölkerung liegt dem ehemaligen Polizeihauptkommissar am Herzen. Deswegen wandte er sich Anfang der Woche auch an Sabine Kops. Sie leitet das Elterncafé im Ort. Ob die Gruppe nicht vielleicht provisorische Gesichtsmasken für die Helfer nähen könnte? „Die selbstgenähte Mund- und Nasenmaske ist kein 100-prozentiger Schutz. Aber wenn jemand hustet oder eine feuchte Aussprache hat, hilft es dennoch ein wenig“, erklärt Neubauer.

Auch fürs Gefühl sei der Behelfs-Mundschutz gut, meint Sabine Kops. Am Montagabend hat sie bei den Teilnehmern des Elterncafés nachgefragt. Zwei Mütter und drei weitere Freundinnen suchten zu Hause daraufhin nach Stoffresten und Gummibändern und legten los. Auch Kops – selbst Mutter von zwei Kleinkindern – setzte sich an die Nähmaschine.

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So sehen die fertigen Stoffmasken aus.

20 Masken über Nacht genäht

Schon am Dienstagvormittag hatten die Mamas insgesamt 20 Behelfsmasken genäht – und konnten sie den Helfern übergeben. Natürlich mit möglichst wenig Kontakt. Am Rathaus gibt es dafür jetzt extra eine Box. Auch Anfragen von Privatpersonen, die sich so gerne etwas besser vor dem Virus schützen möchten gibt es bereits.

Langsam gehen den Frauen allerdings die Stoffe und Gummibänder aus. Wer also noch welche zu Hause hat oder sich den fleißigen Näherinnen anschließen möchte, kann sich bei Sabine Kops oder Winfried Neubauer melden – zum Beispiel über das Waldershofer Stadtportal.

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Wer Stoffreste zu Hause hat kann die Waldershofer bei ihrer Arbeit unterstützen.

Fotos: Privat

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