Solidarität mit Simbabwe

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Grafenwöhr. In Simbabwe leiden die Menschen unter Ungerechtigkeit, Hunger und Arbeitslosigkeit. Aber das Land hat auch viel Kulturelles zu bieten, die auf Gemeinschaft aufbaut.

Von Renate Gradl 

Weltgebetstag Michaelskirche Grafenwöhr

Das Leben vieler Menschen in Simbabwe ist nicht einfach, wie der Weltgebetstag in der Michaelskirche Grafenwöhr gezeigt hat. 

Judith Rau vom Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde begrüßte die Gläubigen in der evangelischen Michaelskirche, die zum Weltgebetstag gekommen sind. Einige Frauen der evangelischen Gemeinde und des Katholischen Frauenbundes teilten den Frauen beider Konfessionen die Geschichte von Simbabwe mit, vom Kampf für ihre Unabhängigkeit und von der politischen Säuberungsaktion der Regierung in den 80er Jahren.

Frieden stiften

Bei den Wahlen im Juli 2018 gingen die Meschen friedlich zur Wahlurne, doch die Spannungen spitzten sich zu. Es stellte sich die Frage, was die Menschen tun können – nicht aufhören, zu beten und miteinander zu lernen, wie Frieden gestiftet werden kann.

Weltgebetstag Michaelskirche Grafenwöhr

Der Chor „Ex Animo“ unter der Leitung von Iris Eckert (links) hat in der Michaelskirche für Menschen in Simbabwe gesungen. 

Den Gläubigen wurde auch gesagt, dass kaum jemand in Simbabwe eine feste Arbeitsstelle hat und dass viele Frauen allein für die Familie verantwortlich sind. „Aber sie haben nichts, um sie satt zu bekommen“, hieß es. Die Männer sind auf der Suche nach Arbeit in die Städte oder zu den Bergwerken gezogen. Die unverheirateten jungen Männer und Frauen sind ausgewandert, um in den Nachbarländern und überall in der Welt Arbeit zu bekommen.

Dort bekommen sie die weltweite Spannung gegen Migranten und Migrantinnen zu spüren. Oft müssen auch Kinder die Verantwortung für die Familien übernehmen, weil sie ihre Eltern durch Aids verloren haben. Gebraucht werden mehr Schulen und auch eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung.

Typisch Simbabwe im Gemeindehaus

Der Chor „Ex Animo“ unter der Leitung von Iris Eckert sang: „Tu, was Jesus sagt, steh auf, mach dich auf den Weg. Gemeinsam glauben und beten lässt Afrikas Zukunft blühn. Simbabwe soll gesegnet sein. Land und Menschen in Gottes Hand!“ Und: „Komm, nimm dein Bett und geh! Du schaffst das!“

Anschließend waren alle ins evangelische Gemeindehaus eingeladen, um miteinander landestypische Speisen aus Simbabwe zu essen, wie Vanillekuchen und Süßkartoffelsuppe.

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