Kliniken AG rüstet Krankenhäuser – Bevölkerung dankt Mitarbeitern

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Weiden/Tirschenreuth. Fast täglich steigt die Zahl an CoVid-19- Erkrankten, die in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG betreut werden müssen – nicht nur am Klinikum Weiden, sondern auch am Krankenhaus Tirschenreuth.

Kliniken Nordoberpfalz Krankenhaus Tirschenreuth Unterstützung

Elisabeth Eißner (l.), Ärztliche Direktorin der Region Nord / West, Krankenhausleiterin Claudia Kost (2.v.l.) und Pflegedienstleitung Renate Lindgens (2.v.r.) bedankten sich für die Unterstützung durch die Agentur Gerhard Bauer sowie beim Backhaus Kutzer. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG, Michael Reindl.

Im nördlichsten Gebiet des Klinikverbunds hat man sich auf die Herausforderungen, die die kommenden Wochen möglicherweise noch bringen werden, bestmöglich vorbereitet und erhält viel Unterstützung aus Bevölkerung und Gesellschaft. Der Landkreis Tirschenreuth gilt als einer der Corona-Hotspots in Bayern. Daher steht am Krankenhaus Tirschenreuth auch die Intensivmedizin im Blickpunkt.

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Sechs Beatmungsplätze in Tirschenreuth

„Uns stehen hier sechs Beatmungsplätze zur Verfügung, die im Bedarfsfall auch noch erweitert werden könnten. Wir haben die Intensivmedizin-Strukturen in unserem Klinikverbund bereits vor einigen Tagen angepasst. Deshalb bewegen wir uns auch am Krankenhaus Tirschenreuth noch innerhalb unserer Kapazitäten und können mit dem erfahrenen Team um Chefarzt Prof. Dr. Pscheidl eine hochqualifizierte Behandlung in diesem Bereich anbieten“, so Vorstand Dr. Thomas
Egginger. Um mit personellen und materiellen Ressourcen gut zu haushalten, finden dennoch bereits Verlegungen von Intensivpatienten in andere Kliniken statt.

Gynäkologie und Orthopädie ausgesiedelt

Auch außerhalb der Intensivstation hat sich das Krankenhaus Tirschenreuth auf die Corona-Pandemie gut vorbereitet. So wurde bereits vor einigen Tagen die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen, um Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-19-Patienten zu schaffen. Geburten sind seitdem im Verbund der Kliniken Nordoberpfalz AG am Klinikum Weiden gebündelt worden. Die ambulante Versorgung mit einem geburtshilflich erfahrenen Arzt ist über das MVZ St.-Peter-Straße aber weiterhin gesichert.

Bereits seit längerer Zeit wurden an allen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG ambulante und elektive Operationen abgesagt. Auch daher wurden in der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Die so entstandenen personellen Ressourcen werden somit unter anderem in der akutstationären Versorgung an anderen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG unterstützend eingesetzt.

Psychologische Betreuung für Klinikpersonal

„Außerdem stehen viele unserer Therapeuten und Psychologen unserem Personal im gesamten Klinikverbund zur Verfügung, um diese Krisensituation auch mental zu meistern. Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen gesund und gestärkt aus dieser Situation herauskommen und auch ein offenes Ohr für die Sorgen unseres Personals haben“, erklärt Elisabeth Eißner, Ärztliche Direktorin der Region Nord.

Lob für das Personal gibt es auch von Vorstand Dr. Thomas Egginger: „Was unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit leisten, ist herausragend. Gerade in einer solch schwierigen Zeit zeigen sich die Qualität und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wir sehen einmal mehr den Stellenwert von Krankenhäusern wie Tirschenreuth oder Kemnath, ohne die wir die aktuelle Situation in dieser Weise nicht bewältigen könnten.“

Brotzeiten für die Mitarbeiter

Dankbar für das, was vor Ort passiert, sind auch verschiedene Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Backhaus Kutzer übergab jetzt beispielsweise Brotzeiten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tirschenreuth.

Um auch die Patientinnen und Patienten mit Atemschutzmasken ausstatten zu können, gab es große finanzielle Unterstützung aus den Städten und Märkten der Region, genauer aus Tirschenreuth, Waldsassen, Mitterteich, Wiesau, Plößberg und Bärnau: seitens der Bürgermeister wurde eine Unterstützung von insgesamt 16.500 Euro zugesichert.

Masken für Patienten

Bei der Agentur Gerhard Bauer wurden diese Masken am Freitag bestellt, eine erste Teillieferung über 500 Stück hat Krankenhausleiterin Claudia Kost bereits erhalten – der Rest folgt noch in dieser Woche. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Masken erhalten haben, die wir an unsere Patientinnen und Patienten verteilen
werden, nachdem wir diese noch entsprechend validiert aufbereiten“, erklärt Kost.

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