Kliniken AG: Wichtige Entscheidungen zur Neuaufstellung

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Weiden. Die Kliniken Nordoberpfalz AG hat in der Aufsichtsratssitzung die Weichen weiter in Richtung einer positiven Zukunft gestellt. Neben wichtigen Entscheidungen hinsichtlich der wirtschaftlichen und strukturellen Neuaufstellung wurde auch der Umgang des Klinikverbunds mit der Corona-Pandemie durch den Aufsichtsrat gelobt.

Als übergeordnetes Ziel steht über allen zu ergreifenden Maßnahmen auch weiterhin, die kommunale Trägerschaft des Unternehmens zu sichern und damit nicht nur eine langfristige, zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in der Region, sondern auch mehrere tausend Arbeitsplätze zu sichern. Dazu haben sich sowohl die Träger als auch der Aufsichtsrat erneut einhellig bekannt.

Auf dem Weg dorthin ist in den ersten drei Monaten bereits extrem viel passiert. So wurden wesentliche Organisations- und Leitungsstrukturen angepasst und neu aufgestellt, der Jahresabschluss 2019 fünf Wochen eher fertiggestellt und ein Wirtschaftsplan 2020 (ohne Berücksichtung der Coronakrise und Sanierungsmaßnahmen) erarbeitet. Parallel dazu haben Aufsichtsrat und Vorstand „Hand in Hand“ die Themen Überschuldung und Liquiditätssicherung ordentlich angepackt.

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Neue Krankenhausleitung

Große Bedeutung kommt in Zukunft in der Kliniken Nordoberpfalz AG auch den Krankenhausleitungen zu. Für die Region Süd konnte dabei Dietmar Eine gewonnen werden, der bereits seit Mitte März tätig ist und über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrung in der Führung von Unternehmen im Gesundheitswesen verfügt. Er stellte sich dem Gremium in der Sitzung vor.

Enorm konzentriert wurde die Vorstellung des Wirtschaftsplans 2020 verfolgt. Die Erstellung erfolgte unter erschwerten Bedingungen, da die Auswirkungen und Ausgleichszahlungen nach den beschlossenen Schutzschirmmaßnahmen auf Bundes- und Landesebene noch nicht bewertet werden konnten. Ein genauer Zeitraum dafür ist derzeit noch nicht absehbar.

Aktuell unkalkulierbar

Dies bedeutet für die aktuelle Situation auch eine Unkalkulierbarkeit hinsichtlich der Erlöse und Aufwendungen für das Unternehmen. Dem Gremium wurde daher ein Wirtschaftsplan vorgelegt, bei dem Erlöse und Aufwendungen sowohl vor Sanierung als auch Coronakrise dargestellt werden. Aufgrund der aktuell nicht kalkulierbaren Auswirkungen der Coronakrise und der Veränderungseffekte durch den Sanierungsplan fanden umfangreiche Diskussionen statt, nach denen das
Gremium den Wirtschaftsplan einstimmig beschloss.

Auch der aktuelle Stand des von allen Trägern geforderten Sanierungsplans wurde bestätigt. Seit Anfang des Jahres wurden durch ein rund 20-köpfiges Team der Kliniken Nordoberpfalz AG unterschiedliche Sanierungsthemen gesammelt, bewertet und priorisiert, die nun in den nächsten Monaten von der Oberender AG kontinuierlich entsprechend ihren finanziellen Auswirkungen eingepflegt werden. Auch kurzfristig mögliche Einsparungen und Erlössteigerungen wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt.

Genaue Prüfung des wirtschaftlichen Betriebs

Basis für das zwingend nötige Erreichen finanzieller Potentiale für die Kliniken Nordoberpfalz AG sind dabei genaue Prüfungen des wirtschaftlichen Betriebs von Standorten des Klinikverbunds sowie von Fachabteilungen. Darüber hinaus stehen viele weitere Themen auf der Sanierungsliste, unter anderem Bereiche wie die Prüfung von Verträgen, die weitere Optimierung des Einkaufs und Organisations- sowie Prozessthemen.

Bevor die weiteren Schritte veröffentlicht werden, sollen erst wieder vorab die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG direkt informiert werden. Dies erfolgt in den kommenden Tagen.

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