Leuchtenberg trauert um Bäckermeister Wilhelm Woldrich

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Leuchtenberg. Trotz längerer Krankheit verstarb plötzlich, wegen eines Sturzes, der einen Oberschenkelbruch zu Folge hatte, der Bäcker- und Konditormeister Wilhelm Woldrich im Alter von 82 Jahren im Klinikum in Weiden. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis in der Grabstätte Forster statt. Wegen der momentan Situation wird es zu gegebener Zeit eine Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Margareta geben. Hier können dann alle, die den Bäcker- und Konditormeister kannten, Verwandte, Familie und Vereine seiner gedenken.

Von Sieglinde Schärtl

Wilhelm Woldrich Bäckermeister Konditor Leuchtenberg Sterbebild Bild Privat

Wilhelm Woldrich verstarb im Alter von 82 Jahren. Bild: Privat

Geboren wurde Wilhelm Woldrich am 14. Januar 1938 in Sattelberg/Böhmerwald als erstes Kind von Paulus und Rosa Woldrich. 1944 mussten seine Eltern mit ihm und seiner Schwester fliehen und kamen nach Geisenhausen bei Landshut. Dort besuchte er die Volksschule und erlernte danach beim Onkel in Frauenau das Bäckerhandwerk. In Passau absolvierte er zusätzlich die Ausbildung zum Konditor, wo er auch im Jahre 1968 als Bäcker und Konditor nach der Gesellenzeit die Meisterprüfung ablegte.

Ankunft 1976 in Leuchtenberg

Durch seinen Beruf lernte er die Bäckerfachfrau Maria Schwarz aus Grafenau kennen und heiratete sie 1968 in Frauenau. Danach ging es für die beiden weiter nach Allershausen, wo auch ihre ersten beiden Kinder auf die Welt kamen. Lange hielten sie sich dort dennoch nicht auf. Ihr Weg führte sie weiter nach Auerbach, bevor sie sich 1976 in Leuchtenberg ansiedelten und drei weitere Kinder bekamen.

Sie kauften damals den „Bauschbeckn“ – die Bäckerei von Josefine und Hans Forster – und bauten diese weiter aus. So sicherten sie in Leuchtenberg auch den Fortbestand einer Bäckerei. Dem Bäcker- und Konditormeister war es von Beginn an wichtig, seine Ware selbst herzustellen und keine Fertigprodukte, wie sie später vom Großhandel angeboten wurden, zu verwenden. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei immer von seiner Frau Maria. Sie half in der Backstube und im Laden aus und fuhr die Ware von Haus zu Haus.

Er hilft, wo er kann

Im Jahre 2001 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Martin, der ebenfalls ein Bäcker-Meister ist, und dessen Frau Belinda. Er selbst versuchte aber so gut wie es geht seine Familie weiterhin zu unterstützen. Zusätzlich kümmerte er sich um die Schafe in seinem Garten und seine geliebten Enkel.

Bei den Ausfahrten des Gebäcks nahm ihn seine Frau oft mit, denn bedingt durch seine Krankheit, kam er nicht mehr so häufig nach draußen. Durch die Tagespflege der AWO war es aber möglich, das ihn seine Frau zu Hause pflegen konnte. Wilhelm Woldrich hinterlässt eine trauernde Witwe, mit ihren fünf Kindern, Schwiegerkindern und acht Enkeln.

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