Unverpackt-Laden für Weiden: Was hältst du davon?

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Weiden. Sarah Bauer und Anett Hartenstein wollen in Weiden ihren Traum vom ersten Unverpackt-Laden in Weiden eröffnen. Was hältst du von der Idee?

Von Kristine Mann

Die Initiatorinnen Sarah Bauer (26) und Anett Hartenstein (32) wollen ihren ersten Unverpackt-Laden “Nackter Frosch” in Weiden eröffnen. Den würde Stadtmarketing-Geschäftsführerin Andrea Schild-Janker gerne in Weiden sehen. Als Anwohnerin der Fußgängerzone wolle Schild-Janker selbst lieber viel weniger Müll nach Hause bringen. “Bisher haben wir einen Unverpackt-Laden in Weiden noch nicht auf der Liste”, sagt sie. Sie persönlich findet, der würde das Angebot, das der regionale Wochenmarkt und faire Händler wie beispielsweise der Weltladen bieten, schön abrunden.

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“Nackter Frosch”: Was bietet der Unverpackt-Laden in Weiden?

Wenn es nach Sarah Bauer und Anett Hartenstein geht, soll der Unverpackt-Laden in Weiden, den die beiden im Sommer 2020 eröffnen wollen, „Nackter Frosch” heißen. “Wie ich gelernt habe, müsste der in der Oberpfalz eigentlich ‘Nackerfrosch’ heißen”, erzählt Sarah und lacht, sie kommt ursprünglich aus dem Raum Mittelfranken. Für die Realisierung ihres Ladens zieht sie nach Pressath. Anett Hartenstein wohnt und lebt in Bayreuth.

Der Name „Nackter Frosch“ sei entstanden, weil auch die Lebensmittel und Produkte, die Anett und Sarah im Laden anbieten wollen, ganz ‘nackt’ und unverpackt verkauft werden sollen. Schlagworte wie unverpackt, biologisch, fair und regional liegen den beiden am Herzen, wie Sarah erzählt. Sie war es auch, die Anett immer mehr für das Thema Zero-Waste begeistert hat. Inzwischen gelingt es Anett fast keinen Müll mehr zu produzieren. Der Unverpackt-Laden ist ihre Motivation, anderen ähnliches Umdenken und die Umstellung zu erleichtern.

Zero-Waste in Weiden ermöglichen

Die Frauen sind Mitglied des Unverpackt-Verbands und tauschen sich über Kontakte dort mit Verbündeten aus, wie Sarah erzählt. In ihrem Unverpackt-Laden wollen Sarah und Anett das Ziel verfolgen komplett ohne Plastik auszukommen – „Vom Erzeuger, bis zum Hersteller, Groß- und Kleinlieferanten“, sagt Sarah. „Das funktioniert Status Quo noch nicht zu 100 Prozent, aber wir werden zum Beispiel unsere Produkte in 25-Kilo-Gebinden bekommen“, und so ein vielfaches an Plastik sparen, erklärt Sarah. Ein Partner in der Sache sei zum Beispiel Produzent und Großhändler Bananeira aus Erlangen.

“Wir wollen die Möglichkeit erschaffen, zu wählen”, erklärt Sarah. Unverpackt-Läden wie die aus Bamberg, Sulzbach-Rosenberg, Nürnberg und München machen sich die beiden zum Vorbild. Im Weidener Unverpackt-Laden soll es einmal alles zu kaufen geben, was man fürs Leben braucht: “Der Fokus liegt auf rund 500 Lebensmittel”, erklärt Sarah. Mehr brauche man nicht.

Nudeln, Reis, Müsli, Schokolade, aber auch frische Lebensmittel wie Milch, Joghurt oder plastikfreie Kosmetik- und Haushaltsartikel sollen zum Angebot gehören. “Unverpackt soll wieder normal werden”, plädiert Sarah. Wie im Tante Emma-Laden früher seine Produkte lose zu kaufen, sei aus ihrer Sicht gleichzeitig ein Schritt nach vorne wie zurück:

“Plastik ist eine tolle Erfindung, aber wir sollten es sparsamer verwenden.”

Hier noch mehr über Sarah Bauer, Anett Hartenstein und ihren Traum vom Unverpackt-Laden in Weiden lesen.

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2 Kommentare

  1. Regina K. schreibt:

    Also ich finde unverpackte Lebensmittel extrem unhygienisch und gerade in Coronazeit unmöglich. Wenn man in den Märkten die Kunden beobachtet, wie jeder das Obst und Gemüse betatscht , nein danke. Aber jeder kann es ja so machen wie er es für richtig hält . LG Regina

  2. So einen Laden in der Nähe wünsche ich mir schon länger. Nürnberg oder Regensburg sind einfach zu weit weg. Allerdings frage ich mich, warum immer alles in der Innenstadt sein muss. Ich soll dann mit meinem Wocheneinkauf, mit einem Korb voll gefüllter Gläser und Taschen (schwer), mit 2 Kindern an der Hand, durch die Stadt bis zum nächsten Parkplatz laufen?! Oder mehrfach pro Woche 25 Kilometer zum einkaufen fahren? Zu Lebensmittelgeschäften gehören einfach Parkplätze direkt vor der Tür. In die Innenstadt passen viel besser Geschäfte zum „bummeln“ und nicht zum Lebensmitteleinkauf.

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