Gastfreundschaft nicht überstrapazieren: Stadt und Zirkus suchen Lösung

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Weiden. Die Stadt Weiden forderte den Zirkus Moskau vergangene Woche dazu auf das Festgelände zu verlassen. Bis jetzt ist das nicht passiert. Beide Parteien wollen eine Einigung.

Räumung Festplatz Zirkus Moskau (1)

Der Zirkus ist noch immer auf dem Festplatzgelände – trotz Aufforderung der Stadt diesen zu verlassen. Jetzt suchen alle Beteiligten nach einer gütlichen Lösung.

Die Stadtverwaltung unterstützt den Moskauer Zirkus seit Mitte März außerordentlich. Nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen wies die Stadt den Moskauer Zirkus bereits Anfang Mai darauf, dass ein weiterer Aufenthalt in Weiden nicht mehr möglich sei. Wie ein Sprecher der Stadt mitteilt, habe man die Aufforderung auch schriftlich zugestellt – „allerdings nicht in Form eines ‚Räumungsbefehls‘, die Stadt verfällt nicht in einen Militär- und Kasernenton.“

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Durch den kurzfristigen Einsatz einer privaten Initiative sehe man derzeit von einem weiteren rechtlichen Vorgehen gegen den Zirkus ab. Insgesamt werde die weitere Entwicklung abgewartet, so ein Sprecher. Sollten die Absprachen mit der privaten Initiative und dem Zirkus allerdings nicht eingehalten und umgesetzt werden, behalte sich die Stadt Weiden im Rahmen des Rechts vor, gegen den weiteren Aufenthalt auf dem städtischen Festplatz vorzugehen.

„Gastfreundschaft nicht überstrapazieren“

Inzwischen zeigten sich auch der Deutsche Zirkusverband und andere Branchenteilnehmer besorgt über die Entwicklung in Weiden, alle hoffen letztendlich auf eine gütliche Lösung. „Allerdings sollte man die Gastfreundschaft der Weidener nicht überstrapazieren und auch seinen Teil für eine Lösung des Problems beitragen“, heißt es weiter seitens der Stadt Weiden.

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