Straßen-, Brückenbau, mehr Ampeln: Diese Projekte plant das Bauamt

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Nordoberpfalz. Im Jahr 2020 soll noch viel passieren: Das Bauamt hat noch große Projekte geplant. 

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Alles neu macht 2020: Das Bauamt nimmt in der Nordoberpfalz heuer noch viele Projekte in Angriff. Welche das sind, dazu gibt Baudirektor Gerhard Kederer einen Überblick. Symbolbild: Archiv.

Dank Haushaltsmitteln, die die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern zur Verfügung stellen, kann das Staatliche Bauamt Amberg Sulzbach im Bereich der Dienststelle Weiden ein umfangreiches Bauprogramm für das Jahr 2020 in Angriff nehmen. Welche Projekte das sind?

„Größtes Projekt ist auch heuer wieder der bereits begonnene Ausbau der B299 nordöstlich Hessenreuth“, erklärt Baudirektor Gerhard Kederer. Beim insgesamt 21,0 Mio. Euro teuren und 4,7 Kilometer langen Projekt konnte bereits im letzten Jahr der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden. Jetzt sind drei Brückenbauwerke im Bau. Auch die Straßenbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt sollen ab August diesen Jahres starten. Die Fertigstellung für diesen Abschnitt ist für Ende 2021 geplant, wie Kederer mitteilt. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt das große Abspannbauwerk noch nicht fertiggestellt ist, könnte ab diesem Zeitpunkt der Verkehr wieder laufen.

Ortsumgehungen Plößberg und Waldershof

Ein weiteres wichtiges Projekt des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach ist die Weiterführung der Arbeiten zur Ortsumgehung Plößberg im Zuge der St 2172. Nachdem hier die Arbeiten an der Kläranlage durch die Gemeinde sehr weit fortgeschritten sind, können nunmehr die Arbeiten an einem zweiten Brückenbauwerk begonnen werden, erklärt Kederer. Auch der Straßenbau startet mit dem Herstellen des großen Einschnitts am Baubeginn. Für die Maßnahme mit einer Gesamtlänge von circa drei Kilometer sind rd. 8,5 Mio. Euro veranschlagt.

Auch die Arbeiten zur Ortsumgehung Waldershof im Zuge der St 2177 haben heuer begonnen. Die Gesamtkosten sind hier mit rund 32 Mio. Euro veranschlagt. „Hier wurden bereits im diesjährigen Frühjahr Umlegungsarbeiten für eine Gasleitung durchgeführt“, erklärt Kederer. Neben diesen vorbereitenden Maßnahmen sollen im Sommer 2020 auch die Arbeiten an der Geh- und Radwegunterführung beim Kreisverkehr beginnen.

Straßennetz weiter ausbauen

Eine weitere, von der Bevölkerung lange gewünschte Maßnahme ist der Ausbau der Ortsdurchfahrten Maiersreuth und Hardeck im Zuge der St 2175 im Gemeindegebiet Bad Neualbenreuth. Die Maßnahme kostet insgesamt circa 2,5 Mio. Euro, die Ortsdurchfahrt Hardeck ist bereits fertig. Im Bau ist noch jetzt noch die Ortsdurchfahrt Maiersreuth. „Mit Fertigstellung des Straßenausbaus kann die letzte Lücke der Strecke zwischen Waldsassen und Bad Neualbenreuth geschlossen werden“, so Kederer weiter.

Auch in der Ortsdurchfahrt Waldsassen im Zuge der B 299 soll bei einem weiteren Abschnitt die Fahrbahnoberfläche verbessert werden. Die Arbeiten sind mit der Stadt Waldsassen abgestimmt und berücksichtigen den Baufortschritt der städtischen Arbeiten an den Versorgungsleitungen. Der für heuer geplante Abschnitt umfasst die circa 1,1 Kilometer lange Strecke zwischen dem Ortsbeginn und der Einmündung der Münchenreuther Straße. Der Deckenbau wird in Absprache mit der Stadt Waldsassen als lärmarmer Belag eingebaut.

Radweglücken bei Kemnath und Flossenbürg schließen

Im Zuge der B 22 wird in der Ortsdurchfahrt Oberndorf die rund 0,5 Kilometer lange Radwegelücke zwischen Kemnath und Wirbenz geschlossen. Zur Verbesserung der Situation der Fußgänger und Radfahrer entsteht in der Ortsdurchfahrt eine Querungshilfe. Darüber hinaus wird die Fahrbahn erneuert und ein lärmarmer Fahrbahnbelag eingebaut. Die Investitionssumme liegt laut Baudirektor hier bei circa 1,0 Mio. Euro.

Zur Entschärfung der Situation der Fußgänger und Radfahrer wird an der St 2395 bei Flossenbürg ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut. Die Kosten für die rund 1,0 Kilometer lange Anbindung an den Bocklradweg sind auf circa 200.000 Euro veranschlagt.

Mehr Ampeln für weniger Unfälle

In Weiden wird eine Unfallhäufungsstelle an der Anschlussstelle der A93 an die St 2238 beseitigt. Zusammen mit der Autobahndirektion Nordbayern werden an den Einmündungen Ampeln errichtet. Daneben setzt die Autobahndirektion in eigener Zuständigkeit die Brücke über die Autobahn an der Anschlussstelle in Stand. „Um die Sperrung zu nutzen, schließt sich das Staatliche Bauamt mit einer Erneuerung der Fahrbahn im Bereich der Ullersrichter Kreuzung und der Strecke der St 2238 bis Mallersricht an“, teilt der Baudirektor mit. Der Freistaat Bayern wird hier für die circa 2,2 Kilometer lange Strecke rund 2 Mio. Euro investieren. Die Arbeiten sollen laut Staatlichen Bauamt im Sommer diesen Jahres stattfinden.

2020 macht Brücken neu

Aufgrund des schlechten Bauwerkszustandes werden zwei Brückenbauwerke bei Erbendorf erneuert. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3 Mio. Euro. Um die Eingriffe in den Verkehr zu minimieren, wird für die Baustelle eine Umfahrung eingerichtet. „Bei den Bauwerken handelt es sich zum einen um das Kreuzungsbauwerk der B 22 mit der B 299, zum anderen um eine nahe gelegene Feldwegbrücke“, erklärt Kederer.

Die bereits in Bau befindliche Fichtelnaabbrücke bei Riglasreuth im Zuge der St 2177 kann heuer im Spätsommer abgeschlossen werden, wie der Baudirektor weiter mitteilt. Die Investitionssumme beläuft sich auf knapp 3 Mio. Euro.

Baustellen in Neuhaus und Vohenstrauß: Das wird gemacht!

Neben der Betreuung von Bundes- und Staatstraßen werden vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach auch Projekte des Landkreises Neustadt/WN geplant und gebaut. Für den Landkreis Neustadt/WN will das Bauamt 2020 Projekte beginnen und abwickeln. Das sind als erstes zum Beispiel der Ausbau der Ortsdurchfahrt Neuhaus im Zuge der NEW 19. „Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme zusammen mit der Stadt Windischeschenbach“, wie Kederer sagt. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rd. 1 Mio. Euro. Das Projekt wird im Sommer 2020 durchgeführt.

Aufgrund des sehr schlechten Zustands der Pfreimdbrücke bei Böhmischbruck wird diese zusammen mit der Ortsdurchfahrt im Zuge der NEW 38 und NEW 40 dieses Jahr in Angriff genommen. Das Gemeinschaftsprojekt, bei dem die Stadt Vohenstrauß auch Gehwege anlegt, ist mit ca. 6,1 Mio. Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

Ebenfalls aufgrund des defizitären Zustands sollen die beiden Zottbachbrücken im Zuge der NEW 32 bei Peugenhammer erneuert werden. „Mit der ersten der beiden Bauwerke wird im Sommer 2020 begonnen“, sagt der Baudirektor. Die Investitionssumme ist mit circa 2,7 Mio. Euro veranschlagt.

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