Extra-Haus für neue Kinderkrippe

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Luhe-Wildenau/Oberwildenau. Das Kinderhaus St. Michael soll größer werden: Im Garten wird ein Haus nur für die Kinderkrippe gebaut. 

Von Walter Beyerlein 

Kinderkrippe Kita Kindergarten Neubau Luhe-Wildenau Bürgermeister Sebastian Hartl

Ein Neubau nur für die Kinderkrippe: Im Bereich der Baum- und Buschgruppe (links) will der Markt Luhe-Wildenau das Kinderhaus St. Michael in Oberwildenau erweitern. Die Terrasse hinter Bürgermeister Sebastian Hartl wird überdacht, auf ihr wird auch der Verbindungsgang zum bestehenden Kinderhaus gebaut.

Der Markt Luhe-Wildenau will auf dem Grundstück des Kinderhauses St. Michael Oberwildenau mit einem Neubau Platz für die Kinderkrippe mit zwei Gruppenräumen und zwei Schlafräumen schaffen. Dafür wird der Markt rund 600.000 Euro ausgeben, aber auch 200.000 Euro Zuschüsse erwarten, so dass letztlich die Eigenleistung 400.000 Euro beträgt. Das Vorhaben soll innerhalb eines Jahres bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2021 realisiert werden.

Dieses Projekt habe Bürgermeister Sebastian Hartl in seiner kurzen Amtszeit viel Zeit und Energie abverlangt, wie er erklärte. Der neue Marktgemeinderat hat in seiner ersten Sitzung eine zweite Kinderkrippe für das Kinderhaus St. Michael beschlossen. Bereits zum Ende letzten Jahres gab es Hinweise vom Jugendamt beim Landratsamt Neustadt/WN, dass Bedarf nach einer zweiten Krippe besteht. Gesprächen mit der Kirche haben erzielt, dass der Markt Luhe-Wildenau noch in diesem Jahr die Trägerschaft für das Kinderhaus St. Michael übernimmt.

Das Kinderhaus St. Michael ist in seinem jetzigen Bestand in zwei Kindergartengruppen im Erdgeschoss und einer Kinderkrippe im Obergeschoss aufgegliedert. Es fehlen Räume für eine zweite Kinderkrippe und für einen Speiseraum. Auf dem Kindergarten-Grundstück sei noch ausreichend Raum vorhanden, aktuelle Pläne sehen deshalb vor, den Neubau im bestehenden Garten zu errichten: Ein Haus nur für die Kinderkrippe, der Krippenraum im „alten“ Gebäude soll dann zum Speiseraum umfunktioniert werden.

Grünes Licht für Massivbau

Um alles schnell zu realisieren, sei zunächst der Gedanke einer „Containerlösung“ aufgekommen, berichtete Hartl. Die Überraschung seien dann aber die Kosten gewesen: Grundsätzlich müsse zwischen den „klassischen“ Containern einfacher Art und Lösungen unterschieden werden, die auch auf längere Zeit tragfähig sind. Ein „einfacher“ Container koste 5.000 Euro netto Miete im Monat, beim Kauf müssten dafür mit Ingenieurleistungen und Verbindungsbau zum bestehenden Kinderhaus 430.000 Euro aufgewendet werden. Besonders berücksichtigt werden müsse aber laut Marktoberhaupt die geringere Förderung seitens des Freistaates Bayern. Diese Förderung geht von einer Nutzungsdauer von zehn Jahren bei einem Container aus, die Förderung würde nur die Hälfte des regulären Fördersatzes betragen. Somit müsste der Markt Luhe-Wildenau bei der Containerlösung rund 350.000 Euro Eigenmittel aufbringen.

Ein Massivbau einschließlich Ingenieurleistungen, der Herstellung eines Verbindungsganges zum bestehenden Kinderhaus einschließlich der Überdachung der jetzigen Terrasse kostet rund 600.000 Euro, bei der Förderung von 200.000 Euro. Der Markt Luhe-Wildenau muss mit 400.000 Euro also „nur“ 50.000 Euro mehr aufbringen als bei der Containerlösung. Hartls Hinweis außerdem: Im Winter müsse der Container mehr aufgeheizt, im Sommer gekühlt werden.

Der Massivbau wäre laut Hartl schon im Kindergartenjahr 2021 einsatzbereit. Das Jugendamt hat bereits signalisiert bei einem Massivbau eine Ausweichmöglichkeit für die zweite Krippe im neuen Turnraum zu akzeptieren. Aus dem Gremium kamen klare Signale für eine Massivbauweise, zumal sich ein derart errichtetes Gebäude zum einen bei Bedarf auch aufstocken oder auch anderweitig nutzen ließe. Die Möglichkeit der Aufstockung soll bei der Planung berücksichtigt werden.

Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das baurechtliche Einvernehmen für den noch im Detail fertig zu stellenden Bauantrag für den Massivbau. Bürgermeister Sebastian Hartl wies abschließend darauf hin, dass die noch verbleibende Gartenfläche im Verhältnis zu den Kindern in der Einrichtung ausreichend sei.

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