Dumme Aktion kostet Führerschein

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Weiden. Lügen lohnt sich nicht – diese für ihn bittere Erfahrung durfte in den vergangenen Tagen ein 30-Jähriger aus dem Landkreis machen. Der junge Mann wird die nächste Zeit wohl nur zu Fuß unterwegs sein.

Der Anfang des Geschehens fand bereits am 18. Juni 2020 statt. In den Abendstunden fuhr ein Weidener (81) mit seinem Auto auf einem Parkplatz im Weidener Stadtgebiet rückwärts, um von der Parkfläche in den fließenden Verkehr zu manövrieren. Der 30-Jährige stand zu dieser Zeit mit seinem Fahrzeug noch in einer Parklücke und fuhr schließlich auch rückwärts um auszuparken. Hier übersah er aber, dass der 81-Jährige bereits bevorrechtigt hinter ihm war. Und so kam es zum Zusammenstoß, wodurch Sachschaden von knapp 8.000 Euro entstand.

Falsche Daten und zwei Anzeigen

Ordnungsgemäß stiegen die beiden Unfallbeteiligten aus und tauschten die Personalien aus. Doch das böse Erwachen für den Weidener sollte noch kommen. Denn tags darauf stellte er fest, dass ihm der Unfallgegner komplett falsche Personalien genannt hatte und auch die sonstigen Daten frei erfunden waren. Deshalb erstattete der Senior Anzeige und die Polizei begann zu ermitteln.

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Und war auch ziemlich schnell erfolgreich. Der Unfallverursacher selbst versuchte nämlich, bei einer Polizeidienststelle, Anzeige wegen Unfallflucht zu seinem Nachteil zu erstatten. Doch die Polizisten der beiden Inspektionen zählten eins und eins zusammen und konnten so den Unfallverursacher ermitteln. Spezialisten der Polizei stellten schließlich fest, dass die beiden Schäden an den Autos zweifelsfrei zueinander passten.

Führerschein los wegen Unfallflucht

Und so erwartet den 30-Jährigen nun nicht nur ein Strafverfahren wegen Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Er wird sich auch wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten müssen. Doch dem noch nicht genug: Sein Führerschein ist auf Anordnung des Staatsanwaltes erst einmal futsch. „Ein Beispiel dafür, dass Unfallflucht in keiner Weise lohnt. Denn bei jeder Unfallflucht steht immer auch der Führerschein auf dem Spiel“, findet Polizeihauptmeister und Sprecher Mario Schieder.

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