Freizeitanlage Mühlpaint auch für Jugendliche

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Floß. Die Freizeitanlage Mühlpaint soll nicht nur Kindern bis 14 Jahre und ihren Eltern vorbehalten bleiben. Der Jugendbeauftragte Wolfgang Bock (FDP/UB) will den Platz für Jugendliche öffnen. Der Marktrat stimmt nach längerer Diskussion zu.

Von Gabi Eichl

Mühlpaint Floß

Die Freizeitanlage Mühlpaint soll auch für Jugendliche geöffnet werden; die Auflagen gelten weiterhin: kein Lärm, kein Alkohol.

Bock hatte wegen der bevorstehenden Ferien kurzfristig einen Antrag zur letzten Sitzung vor der Sommerpause eingereicht, in dem es darum geht, die Spielplatzordnung am Eingang der Freizeitanlage in verschiedenen Punkten zu ändern. Die entscheidenden Punkte sind die Änderung der Altersbeschränkung und eine Öffnung bis 21 Uhr. Bock plädiert dafür, auch Jugendliche bis 18 Jahre die Anlage nutzen zu lassen. Wenn man ihnen den Aufenthalt dort verbiete, suchten sie sich andere Treffpunkte.

„Immer wieder Beschwerden“

Eli Dreßler (SPD) gibt zu bedenken, dass es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden von Anwohnern wegen lauter Musik gegeben habe. Andrea Gollwitzer (CSU) sagt, wenn die Anlage für Jugendliche geöffnet werde, werde Alkohol unweigerlich ein Thema sein. Bock verteidigt seinen Vorschlag, indem er darauf hinweist, dass sich an den Vorgaben (kein Lärm, keine laute Musik, kein Alkohol usw.) nichts ändere.

Vorschlag: Bike-Park am Feuerwehrhaus

Mühlpaint Floß Symbol

Aus der Spielplatzordnung soll eine Platzordnung werden, vor allem aber soll die Altersbeschränkung fallen.

Der SPD-Sprecher Markus Staschewski sagt, der Markt müsse Jugendlichen einen Treffpunkt zur Verfügung stellen, denn aktuell habe man für junge Leute kaum etwas zu bieten. Sarah Müller, wie Bock Jugendbeauftragte des Marktgemeinderates, habe vorgeschlagen, aus dem Erdhügel am neuen Feuerwehrhaus einen „Bike-Park“ zu machen. Staschewski bittet darum, diesen Vorschlag zu prüfen.

Oliver Mutterer (FDP/UB) weist darauf hin, dass die Diskussion um Lärmbelästigung durch die Anlage viele Jahre alt sei. Die Zahl der Anwohner, die sich belästigt fühlten, sei extrem gering. Es solle eine Anlage für jeden sein; er verbitte sich auch Unterstellungen, so sagt Mutterer, dass „jeder Jugendliche etwas trinkt oder laut Party feiert“.

Björn Beer (AfD) sagt, es sei in den vergangenen Jahren viel leiser geworden in der Mühlpaint.

Forderung nach Gesamtkonzept

Armin Betz (CSU) spricht sich für ein seit Jahren gefordertes Gesamtkonzept für die Anlage Mühlpaint aus, alles andere sei „nichts Halbes und nichts Ganzes“.
Altbürgermeister Günter Stich (SPD) erinnert daran, dass die bestehende Platzordnung Folge teilweise gravierender Vorfälle wie zerschlagener Bänke oder herausgerissenem Pflaster in den vergangenen 20 Jahren sei. Auch er schließt sich aber der Forderung nach einer Öffnung für Jugendliche an. Er sagt: „Ändern ma däi Tafel und schau´ ma, was rauskommt.“

Antrag zur Geschäftsordnung

Nicht durchsetzen kann sich der CSU-Sprecher Sebastian Kitta mit seinem Vorschlag, die Entscheidung zu vertagen. Staschewski setzt mit Hilfe eines Antrags zur Geschäftsordnung durch, dass über Bocks Antrag entschieden wird. Die überwiegende Mehrheit spricht sich dann auch klar für die vorgeschlagenen Änderungen Bocks aus unter der Voraussetzung, dass die Verwaltung klärt, was nach geltendem Recht auf der Tafel am Eingang der Anlage stehen darf. Bürgermeister Robert Lindner hatte vorher darauf hingewiesen, dass in diesem Punkt noch Unsicherheit bestehe, denn die Anlage sei Parkanlage wie Kleinkinderspielplatz, das sei aktuell nicht sauber getrennt, hier gebe es noch rechtlichen Klärungsbedarf.

Tornetz zum Schutz der Kleinkinder

Geklärt ist aber, wie Kleinkinder in der Anlage vor scharf geschossenen Bällen der jungen Fußballer geschützt werden können. Beer hatte in der letzten Sitzung gebeten, sich darüber Gedanken zu machen. Den Worten Lindners zufolge wird zu dem Zweck ein 18 Meter langes und 3,50 Meter hohes Tornetz zwischen dem Kleinkinderspielplatz und dem Fußballfeld aufgebaut.

Fotos: Gabi Eichl

 

 

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