Notlösung am Gaisweiher

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Flossenbürg. Wem die Gemeinde die Gaststätte am Gaisweiher verpachtet, will sie sich als gebranntes Kind diesmal sehr genau ansehen. Bürgermeister Thomas Meiler vertröstet im Gemeinderat auf nächstes Jahr. Das bedeutet für heuer noch einmal Notbetrieb.

Von Gabi Eichl

Gaisweiher Flossenbürg Camper Campingplatz Symbol Symbolbild

Camper und Badegäste am Gaisweiher müssen auch heuer noch einmal ohne den Betrieb der Gastwirtschaft auskommen. Als Notlösung soll aber wieder ein Kiosk betrieben werden. Bild: Gabi Eichl

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Der Verwaltungsrat des Kommunalbetriebs, der die Freizeitanlage betreibt, hat sich den Worten Thomas Meilers zufolge nach ersten Gesprächen mit Bewerbern entschlossen, nicht in Eile zu entscheiden. „Wir haben schon fast Mitte des Jahres, wir wollen keinen Schnellschuss“, sagt der Bürgermeister auf Nachfrage einer Zuhörerin.

Wieder Kiosk als Notlösung

Nachdem man nun endlich wieder Zugriff auf die Wirtschaft hatte, habe man sich genau angesehen, was da ist, was fehlt und man habe mit verschiedenen Interessenten gesprochen. Entscheidend sei, den möglichen Partner diesmal sehr überlegt auszuwählen. Aus dem Grund werde die Gaststätte heuer nicht mehr geöffnet. Um Campern und Badegästen dennoch eine gewisse Versorgung mit Speisen und Getränken anzubieten, ist wieder ein Kiosk aufgestellt – diesen werden – wie schon im vergangenen Jahr – freiwillige Helfer betreiben. In der kommenden Woche sei ein Treffen mit dem Vereinskartell geplant.

„Hoffen wir, dass wir die Saison nochmal gut überbrücken“

Wegen der Corona-Pandemie müsse jedoch erst noch mit dem Landratsamt geklärt werden, was beim Betrieb des Kioskes erlaubt sei, was nicht. Außerdem werde man in Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelmarkt Regn an der Rezeption einen Getränkeautomat aufstellen. „Dann hoffen wir, dass wir diese Saison noch einmal gut überbrücken können“, sagt Meiler.

Der Bauhof bekommt einen neuen Pritschenwagen, nachdem das derzeitige Fahrzeug seit Juni ohne TÜV-Plakette ist. Meiler zitiert im Gemeinderat einen Bauhof-Mitarbeiter, der sinngemäß gesagt haben soll, das 17 Jahre alte Gefährt sei nur noch als Streuwagen gut: wenn man Salz auflade, riesle es von selbst heraus. Der neue Pritschenwagen ist ein Ford Transit 350L2 mit Tageszulassung, geliefert von der Autowelt Weiden.

Der schon länger geplante Neuanstrich der Rathaus-Fassade wird nun in Angriff genommen, den Auftrag bekommt ein örtlicher Malerbetrieb. Über den ebenfalls vorgesehenen Fassadenanstrich des Feuerwehrhauses wurde noch nicht entschieden, da laut Meiler der Kommandant angedeutet hat, ein Komplettanstrich sei noch nicht notwendig. Es genüge, die Fassade hier und dort auszubessern.

Rathaus Flossenbürg Symbol Symbolbild

Das Rathaus bekommt heuer noch den schon länger geplanten neuen Anstrich. Der Gemeinderat hat den Auftrag vergeben.

Treppenlifte für Schule und Turnhalle

Um Grundschule und Turnhalle im Rahmen der Sanierung barrierefrei zu machen, ist der Einbau von mehreren Treppenliften notwendig, und zwar an der Treppe zwischen Untergeschoss und Erdgeschoss in der Schule, in dem Verbindungsgang zur Turnhalle und am Sauberlauf der Turnhalle. Der Einbau eines normalen Liftes sei nicht möglich, erläutert Meiler dem Gemeinderat. Den Auftrag für die drei Plattformlifte bekommt die Nürnberger Sana AG.

Den Auftrag für die Schlosserarbeiten im Rahmen der Schulsanierung erhält die Firma Metallbau Windschiegl aus Windischeschenbach, den Auftrag für die Estricharbeiten die Weidener Fließestrich GmbH. Das günstigste Angebot für die Erschließung des zweiten Abschnitts des Baugebietes Kapellenberg hat die Firma Josef Hartinger Tiefbau GmbH aus Tännesberg-Kleinschwand abgegeben, die auch schon den ersten Teil erschlossen hat.

Starkregen kostet Gemeinde 10.000 Euro

Wie teuer ein Unwetter für eine kleine Gemeinde sein kann, sucht Meiler am Beispiel des Starkregens vor zwei Wochen deutlich zu machen: Dieser koste die Gemeinde etwa 10.000 Euro, um Bankette, gebrochene Sickerkästen und mehr zu erneuern. „Das tut uns weh“, sagt Meiler, komme aber wegen der starken Hanglage des Ortes immer wieder vor.

Großes Lob spricht der Bürgermeister der „Rentner-Truppe“ der Gemeinde aus, die sich diesmal um die Erneuerung des Aussichtsplateaus in Richtung Waldkirch gekümmert hat. Das Straßenbauamt Vohenstrauß hat das Material gestellt, die Rentner haben die handwerklichen Arbeiten erledigt.

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