Trauriges Wochenende für Fans des Deutsch-Amerikanischen-Volksfest

Wegen der „Corona“-Krise muss das Deutsch-Amerikanische Volksfest heuer ausfallen

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Grafenwöhr. Es ist ein trauriges Wochenende für die vielen Fans des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes. Heuer wäre es zum 62. Mal im Truppenübungsplatz über die Bühne gegangen, wenn Corona nicht dazwischengefunkt hätte.

Von Renate Gradl

Deutsch Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr

In diesem Jahr wird es wegen Corona kein Deutsch-Amerikanisches Volksfest geben.

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Die Tradition des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes, bei dem auch die Freundschaft zwischen den Deutschen und Amerikanern gefeiert wird, wurde bereits 2013 unterbrochen, als die Gründe finanzieller Art waren. „Es war nur ein Aussetzer für ein Jahr. Es geht wieder weiter – Gott sei Dank!“ Aus den Volksfesterlösen werden viele Lebensmittelpakete an Menschen verteilt, die nicht soviel Geld zur Verfügung haben“, sagte damals der amerikanische DAGA-Präsident James P. Federline. 2014 ging es weiter – so erfolgreich wie eh und je.

Leider müssen aber heuer die Liebhaber des „Ami-Volksfestes“, wie es oft genannt wird, auf den „American Way of Life“ verzichten.

„Die Mischung macht’s“

Deutsch Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr

Peter Renner und Claudia Heindl sind die Hauptorganisatoren. Sie finden: „Die Mischung macht’s“

Das erste August-Wochenende reservierten viele (zuletzt gab es 100.000 Besucher aus Nah und Fern) für das Volksfest. Schließlich kann hier in vielfältiger Weise geschlemmt werden, sei es mit amerikanischem Eis und Root-beer, mit Ribs, Tacos, Nachos, und Barbecue, oder mit Chicken, Hot Dogs, Steaks und vielen mehr. Aber nicht nur das.

„Die Mischung macht’s“, ist sich Schausteller Peter Renner sicher. Neben den außergewöhnlichen kulinarischen Spezialitäten, gibt es viele Fahrgeschäfte für den Nervenkitzel und die deutsch-amerikanische Waffenschau. „Was Bundeswehr und US-Army dort zeigen, bekommt man sonst nie zu sehen. Das Deutsch-Amerikanische Volksfest ist einmalig in Europa“, davon ist Peter Renner überzeugt. Der Schausteller ist seit 45 Jahren der Mann hinter dem Fest, der mit seiner Tochter Claudia Heindl die „Fäden bei der Organisation zieht“.

Deutsch Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr

Rund 100.000 Besucher drängten sich im letzten Jahr auf dem Festgelände.

Im Garten statt im „Lager“

Aber auch der Deutsch-Amerikanische Gemeinsame Ausschuss (DAGA) ist Mitorganisator. Der Volksfestbeauftragte Gerhard Hörl übernimmt die Einteilung der Marktstände. „Ohne ihn geht es nicht, denn auf ihn kann ich mich verlassen“, weiß Renner. Viel Arbeit kam in diesen drei Tagen (und auch noch danach mit der Abrechnung) auch immer auf Hermann Marherr zu. Er ist seit rund 20 Jahren DAGA-Schatzmeister und löste Toni Dürr nach seiner 34-jährigen Tätigkeit „als Mann des Geldes“ ab.

„Was machen Sie an diesem Wochenende?“, fragen wir vorsichtig nach. – „Das werde ich in meinem Garten verbringen zum Arbeiten und auch zum Relaxen“, verrät Marherr nach einer kleinen Denkpause. „Es ist schade, dass das Volksfest nicht stattinden kann“, sagt der Deutsch-Amerikanische DAGA-Präsident Helmuth Wächter. Dennoch freut er sich, dass er an diesem besonderen Wochenende seine Freizeit genießen darf.

Deutsch Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr

Die Ausstellung der Amerikanischen und Deutschen Panzer und Gefährte ist vor allem für die Kleinsten immer wieder spannend.

Weil das Deutsch-Amerikanische Volksfest heuer ausfällt, fallen jedoch auch die Erlöse aus dem Bierverkauf im Festzelt beim DAGA weg, die sonst unter anderen für die Lebensmittel-Paketaktion zu Weihnachten verwendet wurden. Dafür bittet der DAGA um Spenden, entweder in bar. Diese könnten beim Präsidenten selbst (Hochstraße 2 in Grafenwöhr) oder auf das Konto der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG, IBAN: DE55750690500000110639, überwiesen werden.
Deutsch Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr

Kein Riesenrad in diesem Jahr auf dem Truppenübungsplatz. Es wäre das 62. Deutsch-Amerikanische Volksfest gewesen.

Fotos: Renate Gradl

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