Bundespolizei zieht Monatsbilanz: Bundesweit vorne mit dabei

44 unerlaubte Gegenstände gefunden

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Waidhaus/Waldsassen. Bundesweit greifen die Fahnder der Bundespolizei Waldsassen und Waidhaus mit die meisten illegalen Waffen auf. Allein in diesem Monat beschlagnahmten sie 44 Gegenstände.

Jagdgewehr Fahnder Bundespolizei Waldsassen Monatsbilanz

Der Waidhauser Fahnder, PHM Dieter Striegl bringt ein Jagdgewehr der Marke Remington in die gutgefüllte Bundespolizei – Asservatenkammer

Im Beamtendeutsch heißen sie offiziell „Verbringungsverbote“, gemeint sind aber das illegale Einführen und auch Führen einer Anscheins-, Hieb-, Stoßwaffe oder eines unerlaubten Messers über die Grenze nach Deutschland. Tagtäglich werden diese unerlaubten Waffen und Gegenstände von Tschechien aus nach Bayern gebracht. Die Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Waidhaus reicht im Grenzbereich von Friedrichshäng bei Schönsee bis Waldsassen. Statistisch gesehen ist die Waidhauser Inspektion bei der Aufdeckung der illegalen Einfuhr dieser Gegenstände bundesweit mit an vorderster Stelle.

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Jagdgewehre ohne Waffenpass

Erst am vergangenen Donnerstagvormittag war ein Belgier (27) durch die Fahnder der Waidhauser Bundespolizei in Waidhaus überprüft worden. Der junge Mann hatte vier „echte“ Jagdgewehre – Winchester und Remington – im Kofferraum seines Fahrzeugs, für zwei der Waffen fehlte der dazu benötigte europäische Feuerwaffenpass. Auch hier wurden die Waffen beschlagnahmt – entsprechende Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz folgt!

Trotz der coronabedingten Schließung der Grenzen zu Tschechien hat man in diesem Jahr (Januar bis Juli) bereits über 140 Verstöße gegen das Waffengesetz aufliegen lassen. Der vergangene Monat Juli macht dies noch deutlicher. Fahnder der Bundespolizei „erwischten“ in insgesamt 30 Fällen Autofahrer oder auch Begleiter mit 44 unerlaubten Gegenstände.

Waffen nach Deutschland geschmuggelt

Mit dabei „am Mann“, im Gepäck, Kofferraum oder im Handschuhfach der Autos, Butterflymesser, Schlagringe, Softairwaffen, Elektroimpulsgeräte, Teleskopschlagstöcke oder einfach nur unerlaubte Einhandmesser, die nach Deutschland eingeführt und durch die Bundespolizisten beschlagnahmt wurden. Reisende vieler Nationen aus Tschechien, Moldavien, der Slovakei, Polen, Italien, Rumänien aber auch viele deutsche Staatsbürger gehören zu denen, die die Waffen über die Grenze nach Deutschland geschmuggelt hatten.

Anfang Juli reisten fünf junge Männer im Alter zwischen 31 und 38 Jahren mit einem Kleinbus über den Autobahnübergang der A 6 in Waidhaus von Tschechien nach Deutschland ein. Bei der Kontrolle der Personen, die aus dem Schwabenland stammen, wurden im Kofferraum des Fahrzeuges insgesamt fünf Softair- Pistolen ohne Prüfzeichen „F im Fünfeck“ aufgefunden. Diese sind in Deutschland nicht zugelassen und befanden sich lediglich in unverschlossenen Behältnissen von Sporttaschen.

Buschmesser im Fußraum versteckt

Fahnder Bundespolizei Waldsassen Monatsbilanz

Das Buschmesser fanden die Beamten bei einer Kontrolle in Waldsassen

Ende Juli reiste ein 31-jähriger Deutscher, der aus der Region stammt, über den ehemaligen Grenzübergang Waldsassen als Beifahrer mit zwei weiteren Personen nach Deutschland ein. Bei der Nachschau wurden beim ihm in der linken Seitentasche seiner Hose zwei Mini-Faustmesser aufgefunden. Bei der „intensiven“ Durchsicht des KFZ kam im Fußraum der Beifahrerseite griffbereit ein Buschmesser mit einer Klingenlänge von 24 Zentimetern zum Vorschein, das ebenfalls ihm gehörte.

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