Enorme Unterstützung für Antikörper-Studie

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Weiden. Die Kliniken Nordoberpfalz AG befindet sich in einer wissenschaftlichen Pioniersituation – die Antikörper-Studie des Klinik-Verbunds wird aktuell ausgewertet. Die Unterstützung ist enorm. 

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Der Präsident des Rotary Club Weiden, Reinhold Gietl (4. von links) hat Michaela Hutzler, der Medizinischen Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG (4.von rechts), eine Spende in Höhe von 10.000 Euro übergeben. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG/Michael Reindl.

Der Rotary Club Weiden hat die wissenschaftlichen Aktivitäten der Kliniken Nordoberpfalz AG mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt und damit einen wichtigen Baustein für die Durchführung der Antikörper-Studie des Klinikverbunds bereitgestellt.

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Rund 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Weiden und Tirschenreuth haben sich an der Studie beteiligt, die derzeit wissenschaftlich ausgewertet wird. Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, stellvertretender Medizinischer Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, wies darauf hin, dass am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth in den vergangenen Monaten vermutlich die meisten Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung stationär behandelt wurden.

Auswertung von 2.900 Blutproben

Dadurch bestand auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser ein erhöhtes Risiko der Infektion. „Wir konnten diese enorme Herausforderung nur durch den engagierten Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen bewältigen. Jetzt wollen wir ihnen die Chance bieten, zu wissen, ob sie Antikörper gebildet haben. Im Vergleich zu Mitarbeitern der WITRON Group am Standort Parkstein wird wissenschaftlich untersucht, ob bei dem Krankenhauspersonal eine erhöhte Infektionsrate vorliegt. Mit den Ergebnissen der Studie können wir dann unsere präventiven Maßnahmen weiter ausbauen und optimieren“, ergänzte Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Prof. Dr. Christian Paetzel, Ärztlicher Direktor der Region Süd, kennt die Details der Studie: An beiden Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG, die getestet wurden – also Weiden und Tirschenreuth – haben mehr als 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit der Testung wahrgenommen. Zum Teil wurden in Weiden an einem Tag rund 480 Blutentnahmen durchgeführt.

Als Kooperationspartner für die Studie konnte die WITRON Group in Parkstein gewonnen werden, die aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl eine ideale „Vergleichsgruppe“ bildet, um das Infektionsrisiko des Krankenhauspersonals mit der Infektionsrate einer gleich großen Zahl an Personen eines großen, mittelständischen Unternehmens derselben Region zu vergleichen. Rechnet man die bei der WITRON Group in Parkstein getesteten Personen mit ein, können für die Studie damit rund 2.900 Blutproben ausgewertet werden. „Wir alle befinden uns in einer wissenschaftlichen Pioniersituation“, sagt Prof. Dr. Paetzel:

Sollte eine nächste Welle kommen, wollen wir wieder alles richtig machen, so wie in den letzten Monaten“

Rotary Club Weiden spendet 10.000 Euro

Dass man bei der Finanzierung der Studie helfen wolle, darüber war man sich beim Rotary Club Weiden schnell einig. Präsident Reinhold Gietl wies darauf hin, dass „die Leistungen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG in den vergangenen Monaten gezeigt haben, auch überregional Aufmerksamkeit erlangt haben“. Daher unterstütze man das Projekt gerne mit einer Spende über 10.000 Euro. „Wir freuen uns, regional helfen zu können“, so Reinhold Gietl.

Für den Rotary Club war es nicht die erste Unterstützung für die Kliniken Nordoberpfalz AG in Zeiten der Corona-Pandemie. In der Hochphase der Krise stellte man dem Personal eine Reihe von Obstkörben zur Verfügung, die nicht nur der Stärkung dienten, sondern auch als besonderer Dank für den wichtigen Einsatz in dieser schwierigen Zeit galten.

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