Klinikum Weiden wird zum Teil evakuiert

Patientensicherheit ist trotzdem sichergestellt

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Weiden. Die weitläufige Evakuierung des Geländes rund um die SpVgg Weiden am 27. September aufgrund des Verdachts einer zu entschärfenden Fliegerbombe hat auch Auswirkungen auf das Klinikum Weiden. Die Notaufnahme, der Kreißsaal und alle anderen Bereiche des Klinikums Weiden stehen trotz weitläufiger Sperrung vollständig zur Verfügung.

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Das Weidener Klinikum ist der Hauptsitz der Kliniken Nordoberpfalz AG. Foto: OberpfalzECHO/Archiv

„Die Versorgung und Sicherheit unserer Patienten ist trotz der Teilevakuierung in vollem Umfang gewährleistet und sichergestellt“, betonen Vorstand Dr. Thomas Egginger und Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Das gilt sowohl für neuralgische Abschnitte und Abteilungen wie Notaufnahme, Kreißsaal oder Kinderklinik als auch für andere Bereiche, wie zum Beispiel Operationssäle, MRT, CT oder Endoskopie. „Meldungen, wonach das Klinikum Weiden vollständig evakuiert werden muss, sind nicht korrekt“, so der Sprecher des Klinikums. Patienten sind nur in einem geringen Maß betroffen.

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„Wir müssen ausschließlich kleinere Bereiche unseres Klinikums evakuieren, nämlich die Palliativstation und die Station 201 der Klinik für Neurologie, die sich in unserem Neubau an der Gabelsbergerstraße befinden“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Diese Patienten werden während der Teilevakuierung auf anderen Stationen des Klinikums Weiden untergebracht, betreut und behandelt.

Kreißsaal steht wie gewohnt zur Verfügung

Die zu evakuierenden Bereiche des Klinikums wurden in enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst definiert. Dabei handelt es sich um das Schwesternwohnheim (Bereitschaftszimmer und Büros), die komplette Küche und die im Neubau untergebrachten Stationen. Den Weiterbetrieb aller anderen Abschnitte haben sie als unbedenklich eingestuft. Das bedeutet, dass fast alle Bereiche an diesem Tag voll einsatzfähig sind. Wie im Normalbetrieb können auch während der Sperrung des Gebiets beispielsweise Notfall-Eingriffe durchgeführt werden.

Auch unser Kreißsaal steht wie gewohnt zur Verfügung!“

Es gibt keine Einschränkungen der medizinischen Versorgung und Betreuung bei spontanen Geburten“, so Hutzler.

ILS koordiniert Transport von Notfällen

Weil das Klinikum aber im Zeitraum der Sperrung von 8 bis 18 Uhr nicht von Privatpersonen angefahren werden kann, erfolgt die Koordination von Transporten für Notfallpatienten oder Schwangere ausschließlich über die Integrierte Leitstelle, die regulär über die 112 erreichbar ist. In Ausnahmefällen – wie zum Beispiel einer Geburt – ist dabei auch eine Begleitperson erlaubt. Die ILS organisiert den Transport von zu Hause ins Klinikum und entscheidet, ob bei kleineren Verletzungen oder Erkrankungen die Behandlung im Klinikum Weiden oder einem anderen Krankenhaus, zum Beispiel Tirschenreuth, einer KV-Bereitschaftspraxis oder beim diensthabenden Bereitschaftsarzt erfolgen kann oder muss.

Patienten können an diesem Tag nicht selbständig die Notaufnahme aufsuchen – sie erhalten Informationen über das weitere Vorgehen telefonisch entweder direkt über die Integrierte Leitstelle (112) oder die Hotline der KVB (116117). Die Bereitschaftspraxis der KV, die sich im Klinikum Weiden befindet, ist an diesem Tag ebenfalls geschlossen. „Nachvollziehbar ist sicher auch, dass an
diesem Tag keine Besucher am Klinikum Weiden erlaubt sind“, so der Sprecher des Klinikums.

Sicherheit und Versorgung gewährleistet

Intern ändert sich an den Abläufen am Klinikum Weiden nicht viel. „Trotz Evakuierung der Küche ist die Speisenversorgung unserer Patienten gewährleistet. Alle Bereiche – von Kreißsaal über Kinderklinik und Notaufnahme bis zu den Intensivstationen – werden wie im Normalbetrieb aufrechterhalten und stehen vollständig zur Verfügung. Auch die Anlieferung von Notfallpatienten per Rettungshubschrauber, zum Beispiel für Patienten mit einem Polytrauma nach Unfällen, ist an diesem Tag möglich“, erklärt die Medizinische Direktorin.

Leicht anpassen müssen sich die Rettungstransporte, die Notfälle nicht über die Bismarckstraße, sondern über den Haupteingang der Notaufnahme in der Söllnerstraße ans Klinikum bringen.
„Wir sind sehr froh, dass uns und unseren Patienten trotz Teilevakuierung alle Einrichtungen und die gesamte Medizintechnik wie gewohnt zur Verfügung stehen. Damit ist die Sicherheit und Versorgung aller Patienten vollständig gewährleistet“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

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