E-Rezept: Das müssen Verbraucher jetzt wissen

Anzeige

Weiden. Das E-Rezept kommt im Frühjahr 2021. Darauf bereiten sich die Apotheken der Region bereits vor. Eine davon ist die Apotheke im Vestenhaus in Weiden. Inhaber Helmut Bergmann erklärt, was Patienten und Patientinnen dazu wissen müssen.

Von Yvonne Fichtl

Helmut Bergmann Apotheke im Vestenhaus

Helmut Bergmann, Inhaber der Apotheke im Vestenhaus, erklärt wie das E-Rezept funktioniert.

“Wir müssen bis Ende des Jahres die technischen Voraussetzungen schaffen. Auch die Ärzte bereiten sich auf die Einführung vor”, sagt Helmut Bergmann, Inhaber der Apotheke im Vestenhaus. Hard- und Software müssen auf dem aktuellsten Stand sein, bevor das E-Rezept eingeführt werden kann. Im Laufe des nächsten Jahres solle das E-Rezept dann kommen. Bis dahin seien aber noch einige Punkte zu klären – vor allem im Bezug auf die Datensicherheit. “Das muss alles sehr gut organisiert sein, es geht immerhin um sensible Daten”, so Bergmann.

So funktioniert das E-Rezept

So funktioniert das E-Rezept: Der Hausarzt stellt ein Rezept aus und lädt es verschlüsselt auf einen Server. Der Patient bekommt einen QR-Code aufs Smartphone. Damit kann er dann direkt persönlich in die Apotheke oder die Zugriffsinfo digital an die Pharmazeuten weiterleiten. Sobald das Rezept dann vom Apotheker abgerufen wird, verschwindet es vom Server. Die Daten werden dann an die Krankenkasse übermittelt.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände will die Basis für die Übermittlung des E-Rezepts bereitstellen. Daran können sich dann andere Anbieter anschließen. Mit dem elektronischen Rezept sollen Patienten dann auch direkt abklären können, in welcher Apotheke ihr Medikament vorrätig ist oder es in ihrer Stammapotheke direkt vorbestellen.

Bereits jetzt digitale Lösungen

Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber schon jetzt gibt es Apps, mit denen die Patientinnen auch digital an ihre Medikamente kommen. Dafür wird das ausgedruckte Rezept von der Ärztin in der App gescannt und an die Apotheke weitergeleitet. “Wir bestellen die Medikamente dann oder liefern sie auch direkt zu den Patienten. Das geht sogar schneller als in der Versandapotheke – wenn man Vormittag bestellt, bekommt man seine Medikamente schon am Nachmittag.”

Das Original-Rezept muss dann aber trotzdem noch an die Apotheke weitergegeben werden. Beim E-Rezept fällt dieser Schritt dann demnächst weg. Bergmann begrüßt die Einführung eines E-Rezepts: “Das vereinfacht vieles! Die Abläufe werden automatisiert und der Papierkram fällt weg.”

Persönlicher Kontakt darf nicht fehlen

Einzig den Wegfall des persönlichen Kontakts zu den Kunden und Patienten möchte der Apotheker nicht riskieren. “Wir beraten unsere Patienten auch bei jedem Medikament individuell. Oder wissen, welche Medikamente sie noch nehmen und können dann auf Wechselwirkungen hinweisen. Das geht alles am besten im persönlichen Gespräch.”

Deshalb kann man in der App (z. B.: Deine Apotheke) auch über einen Chat mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Apotheke kommunizieren. Viele seiner Kundinnen nutzen die App bereits, freut sich Bergmann. Vor allem auch in der jetzigen Situation sei die digitale Kommunikation umso wichtiger. “Manchmal braucht es nur ein bisschen, um den Kunden zu zeigen, wie einfach das funktioniert”, so Bergmann.

Anzeige
Schlagworte: ,

Ein Kommentar

  1. Bernhard Praller schreibt:

    Was ist mit den älteren Menschen die kein Handy besitzen

Deine Meinung dazu!