SPD fest entschlossen: „Ohne uns geht nichts!“

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Störnstein. Die SPD musste im Kommunalwahlkampf Federn lassen, ein Sitz im Gemeinderat ging verloren. Dennoch sei die Partei im Ort nach wie vor stark, sagt der wiedergewählte Ortsvereinsvorsitzende Konrad Schell: „Ohne uns geht nichts.“

Von Gabi Eichl

Der SPD-Ortsverein setzt auf seine bisherige Vorstandschaft, neu ist die Schriftführerin Susanne Kampe-Kern (Zweite von rechts): Markus Ludwig, Johann Simon, MdB Marianne Schieder, Konrad Schell, Gerhard Trottmann (von links).

Und weil nach der Wahl vor der Wahl ist, versichert Konrad Schell in der Jahreshauptversammlung, dass man das verlorene Mandat unbedingt zurückgewinnen wolle.

Zumindest mit der Mitgliederzahl geht es aufwärts. Der Ortsverein hat in diesem Jahr zwei neue Mitglieder gewonnen: Daniel Hirsch und Susanne Kampe-Kern. Letztere hat auch gleich den Posten der Schriftführerin übernommen, nachdem Bianca Johann sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Der Ortsverein zählt aktuell 35 Mitglieder.

So bald wie möglich wieder Dämmerschoppen

Die zurückliegenden zwei Jahre waren den Worten Schells zufolge geprägt vom Europa- und dem Kommunalwahlkampf und der Corona-Pandemie. Der Pandemie sind verschiedene Veranstaltungen zum Opfer gefallen, unter anderem die kommunalpolitischen Dämmerschoppen, die aber laut Schell fortgeführt werden sollen.

Designer Alfred Hertrich schenkt SPD neues Logo

Dank sagt Schell dem Designer Alfred Hertrich, der im Wahlkampf nicht nur den Flyer mitgestaltet hat, sondern dem Ortsverein jetzt auch die Rechte an dem von ihm gestalteten neuen Logo überlässt. Dieses werde man künftig unter anderem für die „Roten Standpunkte“ verwenden, sagt Schell.

Kulturscheune: Gewerke verzögern sich weiterhin

Bürgermeister Markus Ludwig spricht von einer guten Grundstimmung im neugewählten Gemeinderat, von konstruktiven Debatten: „Wir ziehen an einem Strang.“ Respekt zollt der Bürgermeister der CSU, der es gelungen sei, sich zu verjüngen. Zum Dauerthema Kulturscheune erklärt Ludwig den Genossen, dass man gefangen sei in einer Spirale, in der sich nach wie vor Gewerke verzögerten, und das in einer Pandemie-Zeit, in der man die Scheune so gut als großzügigen Veranstaltungsort brauchen könne.

MdB Schieder: „Scheinheiliges“ Verhalten der CSU

Ehrengast der Jahreshauptversammlung ist MdB Marianne Schieder. Sie beklagt unter anderem das „Ärgernis“, dass der Bund Fördergelder zur Verfügung stelle, zum Beispiel für Bau oder Sanierung von Kindergärten, die Länder aber hinterher hinkten mit der Erstellung der notwendigen Förderichtlinien.
„Scheinheilig“ nennt sie das Verhalten der CSU, jahrzehntelang die Atomenergie gepriesen zu haben und nun mit einem Endlager nichts zu tun haben zu wollen.

Franz Baumann ist seit 40 Jahren SPD-Mitglied, Bianca Simon seit 15 (sitzend); zur Ehrung durch die Partei gratulierten Bürgermeister Markus Ludwig, MdB Marianne Schieder und der Ortsvereinsvorsitzende Konrad Schell (von links).

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wird Franz Baumann geehrt, für 15 Jahre die bisherige Schriftführerin Bianca Simon.

Die engere Vorstandschaft wird zum überwiegenden Teil im Amt bestätigt. Wie der Vorsitzende Konrad Schell bleiben auch seine Gemeinderatskollegen Johann Simon als Stellvertreter und Gerhard Trottmann als Kassier im Amt. Neue Schriftführerin ist Susanne Kampe-Kern. Die Kasse prüfen Franz Kern und Markus Ludwig. Zu Beisitzern gewählt werden Martin Nagler, Willibald Franz, Bianca Simon, Christina Weig, Alexander Härtl und Daniel Ludwig. Delegierte für die Bundeswahlkreiskonferenz sind Konrad Schell und Johann Simon.

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