Blue Devils holen gegen den Altmeister ersten Heimerfolg

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Weiden. Zwei Siege, zwei Niederlagen: So lautete in der Vorsaison die Bilanz für den EVW gegen den letztjährigen Aufsteiger aus Füssen. Auch am Freitagabend war es keine klare Angelegenheit und es wartete viel Arbeit auf das Team von Ken Latta. Die Allgäuer präsentierten sich erneut als gute, schwer zu bespielende Einheit. Am Ende blieben die Punkte doch in der Nordoberpfalz. Beim 4:2-Erfolg steuerte Weidens dritte Reihe zwei Treffer bei. 

Von Chris Sternitzke

Weidener Eisstadion Eishockey Spiel Weiden EV Weiden Blue Devils Bilder Chris Sternitzke

In der Hans-Schröpf-Arena agierte Coach Ken Latta mit vier Sturmreihen. In den Reihen änderte sich einiges. Lediglich die dritte Angriffsformation blieb unverändert im Vergleich zu den ersten Begegnungen. Bei den Hausherren fehlten in der Defensive weiterhin Hadamczik, Noe und Müller. Auch Torjäger Martin Heinisch muss weiterhin passen.

Gutes Anfangsdrittel

Im ersten Drittel waren die Blue Devils die spielbestimmende Mannschaft, bei einem Schussverhältnis von 10:5. Für einige Minuten hatte man den Eindruck, dass es diesmal eine einfachere Aufgabe wird. Schnell ging der EVW in Führung, Neuzugang Dennis Palka traf mit seinem zweiten Saisontreffer in der vierten Minute zum 1:0. Bereits in der 9. Spielminute erhöhte Weiden durch Urgestein Michael Kirchberger. Seine Reihenkollegen Habermann und Pronath setzten ihn dabei schön in Szene.

Die dritte Reihe hatte mit ihren zwei Treffern ohnehin großen Anteil am Heimerfolg. Doch den Altmeister aus Füssen schockte die Führung wenig. Einen zu kurz geratenen Rückpass nutzen die Allgäuer für einen Konter. Marc Besl (13.) schloss diesen zum Anschlusstreffer ab. Doch Edgars Homjakovs stellte vier Minuten später den alten Abstand wieder her. Ein cleveres Tor des neuen Kontingentspielers: Der Lette zielte auf Goalie Hötzingers Schoner, von dort aus prallte die Scheibe ins Tor.

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Spiel verflacht

Das Mitteldrittel verlief über weite Strecken ohne große Höhepunkte. Auf beiden Seiten blieben die Angriffsbemühungen zumeist Stückwerk. In der 35. Und 36. Minute hatte der EV Weiden die große Möglichkeit, die Partie zu entscheiden: Bughart und Payeur mussten in die „Kühlbox“ und Lattas Team hatte 90 Sekunden doppelte Überzahl. Doch es gelang nicht, Torhüter Hötzinger zu bezwingen. So war anstatt Entspannung im Schlussdrittel noch einmal Zittern angesagt, dank des „ewigen“ Eric Nadeu. Der 46-Jährige Kanadier schoss nach Vorlage von Besl und Payeur den 2:3-Anschlusstreffer (42). Danach kam nicht mehr viel von der Heimmannschaft, bis Marco Habermann die Blau-Weißen in der 58. Spielminute erlöste.

Nächsten Spiele abwarten

In der Oberliga-Süd hat das Coronavirus zugeschlagen, in vielen Mannschaften gibt es Fälle. Am Freitag fanden nur zwei Partien statt. Am Sonntag ginge es für den 1. EV Weiden nach Lindau an den Bodensee, das Spiel kann jedoch nicht stattfinden. Da auch das Spiel der Selber Wölfe morgen in Peiting abgesagt wurde, einigten sie sich zusammen mit dem DEB darauf, das Derby zwischen den Selber Wölfen und den Blue Devils Weiden vorzuverlegen. Es findet bereits morgen (15. November) in der Netzsch-Arena statt. Auch die Heimpartie gegen die Höchstadt Alligators am Dienstagabend steht auf der Kippe.

Statistik: Blue Devils Weiden – EV Füssen 4:2 (3:1, 0:0, 1:1)

Tore: 1:0 (3:11) Dennis Palka (Pronath, Herbst), 2:0 (8:12) Michael Kirchberger (Habermann, Pronath), 2:1 (12:24) Marc Besl (Payeur, Simon), 3:1 (16:36) Edgars Homjakovs (Palka, Jakob), 3:2 (41:21) Eric Nadeau (Besl, Payeur), 4:2 (57:24) Habermann (Rubes, Palka); Strafminuten: Weiden 2 – Füssen 12; Powerplay: Weiden 1/6 – Füssen: 0/1; HSR: Patrick Altmann

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Bilder: Chris Sternitzke (4), Jürgen Masching (1)

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