Ein Nachruf auf Josef Stangl

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Wittschau. Mitte Oktober verstarb Josef Stangl nach schwerer Krankheit im Klinikum. Bedingt durch die Pandemie fand die Trauerfeier für Josef Stangl im engsten Kreis statt. In der St. Jakobskirche in Döllnitz zelebrierte Pfarrer Adam Nieciecki das Requiem und anschließend wurde der Verstorbene im Familiengrab auf dem Döllnitzer Friedhof beigesetzt.

Josef Stangl Wittschau Nachruf

Josef Stangl verstarb im Oktober an einer schweren Krankheit. Foto: privat

Von Sieglinde Schärtl

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Sein Patenkind Andreas, mit dem der zeitlebens große Freude hatte, trug die Urne zur letzten Ruhestätte. Hier hatte auch die Feuerwehr Wittschau/Preppach als letzten Dank einen Kranz niedergelegt. Seit seiner Jugendzeit war Josef Stangl Mitglied bei der Feuerwehr, stets aktiv wenn es um die Ausrichtung von deren Vereinsfesten ging. Auch bei den Bauten des Gerätehauses oder des Vereinsstodls packte er als Zimmermann mit an.

Schon immer mit angepackt

Josef Stangl wurde am 22. November 1962 in Wittschau als drittes Kind von sechs Geschwistern von Emilie und Alois Stangl geboren. Er wuchs mit ihnen auf dem landwirtschaftlichen Anwesen auf und so war das Mitanpacken von Anfang eine Selbstverständlichkeit. Weil sich sein Vater 1965 bei einem landwirtschaftlichen Unfall schwer verletzte und von da an arbeitsunfähig war, musste er später als Jugendlicher vermehrt mit seinen Brüdern mithelfen.

Von 1969 bis 1978 besuchte er die Volksschule und nach neun Jahren Schulzeit machte er eine Lehre bei der Zimmerei Stangl in Irchenrieth. 1981 schloss er die Lehrzeit erfolgreich mit dem Gesellenbrief als Zimmermann ab. Auch als der Zimmereibetrieb später von der Firma Lankes übernommen wurde, arbeitete Josef Stangl bis 2009 dort weiter.

Neffen und Patenkind der ganze Stolz

Bedingt durch einen Arbeitsunfall war er gezwungen seinen geliebten Beruf aufzugeben. Durch diesen Unfall verlor er trotz längerer Behandlung sein rechtes Bein. Aber trotzdem verlor er nie seinen Lebensmut. Die größte Freude waren sein Patenkind Andreas und die beiden Neffen, die im gleichen Anwesen wohnten wie er und seine Brüder mit Familie.

Die regelmäßigen Kirchenbesuche in Döllnitz unter der Woche und an jedem Sonn- und Feiertag waren für ihn eine Selbstverständlichkeit. Trotz seiner Beeinträchtigung, angewiesen auf Krücken, feierte er hier jede Messfeier mit und auch der anschließende Besuch am Grab seiner Eltern gehörte stets mit dazu.

Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt mit schweren Verlauf der Krankheit verstarb er am Freitag, 16. Oktober im Klinikum Weiden. Um ihn trauern seine Geschwister Alois, Hermann, Hubert, Helga und Marianne mit Familie. Sie nahmen am vergangene Woche Abschied von ihrem Bruder, Schwager, Onkel und Paten.

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