„Himmlische Klänge“ aus Waldsassen

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Waldsassen. Eine langjährige und vor allem langwierige Forschungsarbeit ist nun zu Ende gegangen. Dieser Tage ist das Ergebnis erschienen: Ein Buch mit dem Titel “Himmlische Klänge“, Untertitel: Eine Geschichte der Waldsassener Kirchenmusik.

Von Werner Männer

Buch Himmlische Klänge

Der weltberühmte Dirigent Leonard Bernstein leitete 1990 das Chor- und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Waldsassener Basilika. Hier ein Foto von der Probe. Dieses Foto und viele weitere sind auch in dem Buch abgedruckt. Foto Werner Männer

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Der Geschichte der Waldsassener Kirchenmusik haben sich vor allem Kirchenmusiker Andreas Sagstetter, der ehrenamtliche Archivbetreuer im Pfarrbüro, Josef Reindl, und der Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Geschichte Waldsassen und der Kulturgeschichte des Klosters, Georg Schrott, verschrieben.

Herausgekommen ist ein hervorragend gelungenes Buch mit über 208 Seiten, das zudem noch sehr reich bebildert ist. Die Geschichte der Waldsassener Kirchenmusik wird somit erstmals in seiner reichen Tradition nicht nur erforscht, sondern auch schriftlich fixiert. Ergänzt wird das Werk mit einer Audio-CD aus einzelnen Kapiteln des Buches mit Orgelaufnahmen, historischen Rundfunkmitschnitten, Aufnahmen des Chores der Basilika und der Chorschola.

Zweieinhalb Jahre Material gesammelt

Bereits auf den ersten Seiten und vor allem im Anhang dieses einmaligen Buches wird deutlich, wer alles am Zustandekommen dieses Werkes beteiligt war. Besonders hervorzuheben ist der in diesem Jahr viel zu früh verstorbene Waldsassener Archivar Robert Treml. Er hat viel Vorarbeit geleistet und wichtige Grundlagen für die Abschnitte über das 19. Und 20. Jahrhundert geliefert. Er sollte auch als Co-Autor mitwirken. Auch im Anhang des Buches tauchen viele bekannte Namen auf, welche die Autoren mit Beiträgen und Bildmaterial unterstützt haben.

Wie Mitautor Kirchenmusiker Andreas Sagstetter im Gespräch erzählt, sei es sehr schwierig gewesen, Material zu sammeln. Zweieinhalb Jahre habe man dafür gebraucht. Vieles sei in der Vergangenheit verloren gegangen, auch in den Klosterarchiven. Manches sei nur zufällig wieder entdeckt worden, so der Autor. So ist trotz dieser Schwierigkeiten ein eindrucksvolles Werk entstanden, das die Geschichte der Waldsassener Kirchenmusik anschaulich und informativ und trotzdem umfassend wiedergibt.

Berühmte Namen aus und in WaldsassenTitelfoto Buch Himmlische Klänge

Im ersten Kapital befasst sich das Buch mit dem Mittelalter bis zum Beginn der Neuzeit und der Zeit des ersten Klosters. Auch die Kirchenmusik in der evangelischen Epoche wird nicht vergessen. In dem Kapitel über die Zeit des zweiten Klosters im 17. und 18. Jahrhundert wird an die Pflege des Singknabenseminars und die Pflege der Instrumentalmusik erinnert. Auch den verschiedenen Orgeln in der Stiftsbasilika ist dieses Kapitel gewidmet. Wobei diesen großartigen Instrumenten sogar ein eigener Beitrag gewidmet ist.

Im Abschnitt vom 19. Bis zum 21. Jahrhundert tauchen dann bekannte Namen aus der Neuzeit auf wie Heinrich Bornschlegl und Pfarrer Wiesnet, Viktor Ballon, Anton Zimmert und Otto Rieger. Mit den beiden Letztgenannten beginnt auch das Zeitalter der kirchenmusikalischen Höhepunkte, Der Leser wird nochmals erinnert an die großen Auftritte der weltbekannten Künstler wie Leonard Bernstein oder Sir Colin Davis und viele andere.

Einmalige Geschichtsdokumentation

Eine Liste mit allen Basilikakonzerten seit 1967 vervollständigt dieses einmalige Geschichtsbuch. Obwohl es anfangs aussah als gäbe das Archivmaterial wenig her, ist am Schluss doch eine einmalige, sehens- und lesenswerte Dokumentation über die Waldsassener Kirchenmusik entstanden. Da dieses sehr interessante Buch kurz vor Weihnachten erschienen ist, ist ein gleichsam auch ein ideales Geschenk zu Weihnachten.

Das Buch ist erschienen im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, und ist über die ISBN Nummer 978-3-7917-3189-6 in allen Buchhandlungen erhältlich. Außerdem wird das Buch zum Preis von 24.95 Euro im Waldsassener Pfarrbüro und in der Touristinfo zum Kauf angeboten.

 

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