Kurierfahrer „schießt“ über Immenreuther Kreuzung

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Kemnath/Kulmain. Wieder einmal hat es an der „Immenreuther Kreuzung“ gekracht: Verletzt wurde bei dem Unfall am Mittwochabend niemand. Fehlende Ortskenntnis war jedenfalls nicht die alleinige Ursache. 

Unfall Immenreuther Kreuzung

Verkehrsunfall an der „Immenreuther Kreuzung“ am Mittwochabend. Ein Kurierfahrer ist mit einem Mercedes Vito über die T-Kreuzung gefahren und erst in einer Wiese zum Stillstand gekommen.

Offenbar „übersehen“ hat ein 42-jähriger Paketfahrer am späten Mittwochabend die „Immenreuther Kreuzung“ – wohl auch wegen der fehlenden Ortskenntnis. Doch schnell war den Polizisten auch ein weiterer Faktor, weshalb es zu dem Unfall gekommen war, klar: Der Fahrzeugführer soll „unter Wirkung berauschender Mittel“ gestanden haben.

Ungebremst über Kreuzung

Gegen 21.15 Uhr war der Kurierfahrer auf der Staatsstraße 2177 aus Richtung Immenreuth unterwegs. An der sogenannten „Immenreuther Kreuzung“ nahe Oberbruck hat der Mann den Mercedes Vito nicht zum Stoppen gebracht und ist ungebremst über die T-Kreuzung und damit über die vorfahrtsberechtigte Staatsstraße zwischen Kemnath und Kulmain „geschossen“.

Glücklicherweise ist es dabei zu keinem Zusammenstoß mit anderen dort möglicherweise fahrenden Fahrzeugen gekommen. Der Wagen ist weiter durch den Straßengraben gefahren, hat eine Hecke „nieder gemäht“ und ist über den Flurweg gerollt, ehe es an einer Wiese stehen geblieben ist. Der Fahrer soll sich nach erster Einschätzung nicht verletzt haben, was wohl nicht zuletzt den Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs zu verdanken ist.

Rund 15 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kulmain, Kreisbrandmeister Florian Braunreuther und ein Rettungswagen waren unter der Leitung des Kulmainer Feuerwehrkommandant Ernst Braunreuther am Unfallort im Einsatz. Die Floriansjünger haben die Unfallstelle ausgeleuchtet, die Brandabsicherung übernommen und unterstützt das Fahrzeug zu bergen. Unverrichteter Dinge hat die Rettungswagenbesatzung den Einsatz beenden können.

Verfahren wegen Trunkenheit

Laut Polizeiangaben hat ein Verkehrsteilnehmer den Unfall beobachtet und letztlich auch den Notruf abgesetzt. Er und weitere Autofahrer haben angehalten, um sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte um den Unfallverursacher zu kümmern.

Laut Polizeiangaben haben die Beamten bei der Unfallaufnahme festgestellt, dass der Fahrer augenscheinlich unter Alkohl- und Medikamenteneinfluss stand“. Die Polizei hat ihn im Streifenwagen zur Blutentnahme ins Krankenhaus gefahren. Ihn erwarten wohl ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, außerdem haben die Beamten seinen Führerschein sicher gestellt.

Am Mercedes Vito aus dem Zulassungsbereich München entstand laut Polizeibericht „nicht unerheblicher Frontschaden“. Auch das betroffene Flurstück und die Hecke wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Bilder: Michael Denz 

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