Urkundenfälschung, Diebstahl, Hehlerei: Von der A6 ins Gefängnis

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Waidhaus. Die Grenzpolizei bewies am Wochenende des Öfteren den richtigen Riecher und kann deshalb auf erfolgreiche Tage zurückblicken. Dabei beschlagnahmten sie auch sechs gestohlene Fahrräder.

Zunächst wurde eine Streife der Grenzpolizeiinspektion (GPI) Waidhaus am Freitag gegen 22.10 Uhr, auf der Autobahn A 6 auf einen VW Golf mit Ulmer Kennzeichen aufmerksam. Mit diesem Fahrzeug war ein Pärchen im Alter von 32 und 34 Jahren, beide polnische Staatsangehörige, in Richtung Grenze unterwegs.

Sechs Fahrräder beschlagnahmte die Polizei am Wochenende bei einer Kontrolle. Foto: GPI Waidhaus

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Alte und neue (Haft-)Strafen

Die Überprüfung des Fahrers ergab, dass dieser schon mehrmals wegen Verkehrsstraftaten aufgefallen war und aktuell bestanden zwei Haftbefehle sowie eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlungen verschiedener Staatsanwaltschaften. Da er die geforderten Geldstrafen der Haftbefehle nicht aufbringen konnte, musste er
in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert werden.

Dies war jedoch nicht alles. Am Golf waren ungültige Kennzeichen angebracht die von einem anderen Fahrzeug stammten. Diese waren mit „gebrauchten“ Klebesiegeln versehen. So sollte eine Zulassung vorgetäuscht werden. Weiterhin bestand für das Fahrzeug keine Versicherung und der Fahrer besaß auch keinen Führerschein. Die neuen Tatvorwürfe lauten auf Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Urkundenfälschung.

Falsche Aufkleber auf einem falschen Kennzeichen – auch hier muss sich der Fahrer verantworten. Foto: GPI Waidhaus

Wenige Stunden später, am Samstag gegen 05.40 Uhr, übergaben die Kollegen der Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Waidhaus einen Transporter mit zwei Insassen zur zuständigen Bearbeitung an die Grenzpolizeiispektion.

Sechs Fahrräder beschlagnahmt

Eine Streife der Bundespolizei hatte den Kleintransporter Mercedes Sprinter kontrolliert mit dem zwei rumänische Staatsangehörige im Alter von 44 und 31 Jahren ebenfalls in Richtung der Tschechischen Grenze auf der A 6 unterwegs waren. Für sechs Fahrräder namhafter Hersteller auf der Ladefläche, von denen es sich bei einem um ein E-Bike handelte, legte der 31-jährige Fahrer eine Kaufquittung über 600 Euro vor.

Die Fahrräder habe er in der Nähe von Frankfurt auf einem Parkplatz übernommen und sollte sie gegen Entlohnung nach Rumänien transportieren. Nachdem für zwei der Fahrräder bereits im Fahndungssystem als gestohlen gemeldet waren, wurden alle Bikes sichergestellt. Der tatsächliche Wert dürfte weit über 2.000 Euro liegen. Gegen den Rumänen wird wegen Hehlerei ermittelt.

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