BRK-Blutspende-Aktion übertrifft alle Erwartungen

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Weiherhammer. Keine negativen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie sind zu spüren. Im Gegenteil: Das ist ein gelungener, vielversprechender Start ins Blutspendejahr 2021. 118 Bürger, davon 16 Erstspender, folgen am Donnerstag dem Aufruf des Roten Kreuzes in die Turnhalle der Mittelschule und beweisen großen Mut, indem sie durch einen kleinen Pieks ihren lebenswichtigen roten Körpersaft spenden. Unter ihnen ist auch Pater Prince Kalarimuryil.

Von Siggi Bock

Blutspendeaktion BRK Weiherhammer

Auch die beiden Töchter des Feuerwehr-Vorsitzenden, Sabine und Magdalena (Letztere auf der Liege) stellen sich in den Dienst am Nächsten.

„80 waren geplant. Mit diesem Andrang haben wir nicht gerechnet, deutlich mehr als erwartet. Bereits kurz nach 16 Uhr sind die neun Liegen voll“ freut sich Bereitschaftsleiter Gerd Kincl vom BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt vor allem über die vielen jungen Leute und deren Hilfsbereitschaft. Die Spendenwilligen nehmen Wartezeiten schon vor der Turnhalle und drinnen gerne in Kauf.

„Brotzeittüten“ nachgeordert

„Wir mussten Äpfel, Wurst, Käse, Semmeln nachordern, die zusammen mit Müsliriegel, Traubenzucker und einem kleinen Getränk zum Dank als Brotzeittüten mitgegeben werden“, sagte Kincl später am Telefon. Die aktuellen Corona-Regelungen finden volle Berücksichtigung. Durch separate Ein- und Ausgänge kommen sich die Spender nicht in die Quere.

Nach Registrierung durch Anja Piehler prüfen zwei Ärzte die Spendentauglichkeit. Das Team aus Bayreuth sorgt sich um den eigentlichen Blutspendeakt, während sich 16 Ehrenamtliche des HvO „Haidenaabtal“ um die Betreuung und Verpflegung kümmern.

„Gutes tun, damit anderen geholfen wird“

Zu denen, die diese Unterstützung der humanitären Organisation als eine Selbstverständlichkeit betrachten, gehört auch Tanja Lobenhofer aus Kaltenbrunn, die zum 48. Mal zur Ader ließ. „Gutes tun, damit anderen geholfen wird“, nennt sie als Beweggrund, der für viele Spender steht. Urkunden und Ehrennadeln erhielten für dreimaliges Spenden sechs Personen, für die zehnte sowie 25. Spende jeweils zwei Personen.

Fotos: Siggi Bock

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt und Blut kann noch nicht künstlich hergestellt oder durch eine andere Substanz ersetzt werden“, betont Gerd Kincl. Mit einer einzigen Blutspende kann bis zu drei Kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Deshalb ist jede Blutspende Hilfe, die ankommt und diesen Patienten eine Überlebenschance gibt.

In Bayern ist die Bevorratung mit Blutkonserven immer noch etwas schwieriger als sonst, lässt der Bereitschaftsleiter wissen. Der Blutspendedienst kann das Angebot an Terminen nicht vollumfänglich ausschöpfen, weil es beispielsweise derzeit nicht möglich ist, die vor allem in größeren Orten sehr wichtigen Termine bei Firmen und Institutionen zu besetzen. Auch das sonst täglich eingesetzte Blutspende-Mobil kann wegen zu geringer Abstandsmöglichkeit aktuell nicht eingesetzt werden.

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18.Geburtstag bis einen Tag vor dem 73.Geburtstag. Bei Erstspendern ist die Altersgrenze 64. Frauen dürfen viermal, Männer sechsmal innerhalb von 12 Monaten spenden, denn zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen.

Für alle, die diesmal nicht kommen konnten: Nächster Blutspendetermin ist am 1. und 2. Februar in Weiden, Turnhalle der Berufsschule am Stockerhutweg. Mantel ist am 15.April an der Reihe. Alle Termine: https://www.blutspendedienst.com/blutspendetermine

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