Nach Masken-Eklat: Viel Solidarität für Tafel Weiden

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Weiden. Maskengegnerin Sonja Schuhmacher legt sich mit der Tafel Weiden an, weil dort die Maskenpflicht durchgesetzt wird. Vorsitzender Josef Gebhardt, der ehrenamtlich für die Tafel arbeitet, ärgert sich enorm. Viele Menschen in der Region stärken ihm aber den Rücken. 

Josef Gebhard Tafel Weiden Vorsitzender

Josef Gebhardt, Vorsitzender der Tafel in Weiden,

Tafel-Vorsitzender Josef Gebhardt ist wütend: “Sie als Stadträtin sind eine Schande für Weiden und mitverantwortlich für den hohen Weidener Inzidenzwert“, wird er in seiner Antwort auf die Mail von Maskengegnerin Sonja Schuhmacher zitiert, in der sie behauptet, Mund-Nase-Masken seien gesundheitsschädlich, Josef Gebhardt außerdem auffordert die Maskenpflicht in der Tafel Weiden auszusetzen und mit Schadenersatzklage droht. Schließlich könne der Tafel-Chef „persönlich wegen Schadensersatz herangezogen werden […], sollte in Ihren Räumen (Anmerkung der Redaktion: der Tafel Weiden) jemand wegen zu geringer Sauerstoffversorgung unter einer Mund-Nase-Bedeckung zusammenbrechen“, schreibt Schuhmacher dem Vorsitzenden.

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Viele Menschen zeigen sich solidarisch Josef Gebhardt gegenüber. Darunter SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sabine Zeidler und Fraktionschef Roland Richter: Sie verurteilen das Verhalten von Sonja Schuhmacher scharf.

Als „absolut inakzeptabel“ wertet Stadtrat Ali Zant (Linke) Schuhmachers Schreiben. Schuhmacher lege offenbar keinen Wert auf das Wohl der Tafel-Kunden, wie er vermutet: „Das einzige relevante Thema für Frau Schuhmacher scheint ihr Protest gegen die Maskenpflicht zu sein, was nicht nur ausgesprochen kurzsichtig und rücksichtslos, sondern auch überaus unsolidarisch ist“, so Zant.

Ganz auf Seiten Gebhardts steht auch das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte: „Wir möchten uns bei Ihnen bedanken für Ihre klaren und deutlichen Worte zu Frau Schuhmachers Email und ihrer unsäglichen Aufforderung, auf Masken zu verzichten. Seien Sie sich unserer Zustimmung und Solidarität in dieser Sache sicher“, schreibt Hilde Lindner-Hausner stellvertretend. „Sie handeln völlig richtig, wenn Sie die höchsten Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Mitarbeiter*innen und die auf die Tafeln angewiesenen Menschen einfordern.“

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