Bäckerinnung Nordoberpfalz: Steigende Preise für Mehl, Öl und Energie

Weiden. Bei der Versammlung der Bäckerinnung sind die steigenden Preise ein großes Thema: für Mehl, Öl und Energie.

Andreas Hauer – neu gewählter stellvertretender Obermeister aus Wurz, Erich Sperber – Kreishandwerksmeister Weiden, Christa Neubauer-Kreutzer – Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Weiden, Stephan Kopp – Geschäftsführer des Bay. Landesinnungsverbandes aus München, Wolfgang Schmid – alter und neuer Obermeister aus Kulmain, Manuel Neugirg, scheidender stellvertretender Obermeister aus Reuth (jetzt Vorstandschaftsmitglied). Bild: Reinhard Kreuzer

Mit einem Referat kam der Geschäftsführer des Bayerischen Landesinnungsverbandes Stephan Kopp in die Oberpfalz. Ein Thema war die Absenkung der Energiesteuer heuer ab Juli. Diese jahrelange Forderung des Verbandes wird eine spürbare Senkung der Produktions- und Logistikkosten bringen. Aber eben nur vorübergehend, für drei Monate.

„Wir brauchen weitergehende Maßnahmen, so müssen die Verbrauchsteuern für Strom und Gas auf die europäisch zulässigen Mindestsätze abgebaut werden. Und bei der temporären Aussetzung der CO₂-Abgabe würde dies eine weitere kurzfristige Entlastung bringen und das weitere Ansteigen der Inflation nicht beschleunigen. Wir brauchen Versorgungssicherheit“, sagte Kopp.

Verträge gut abgesichert bei Strom und Gas

Alle Innungsbäcker, die ihre Strom- und Gaslieferungen über die Kooperationsverträge des Landesinnungsverbandes erhalten, sind derzeit gut abgesichert. Die Verträge und Preise waren über die Jahre hinweg immer stabil. Der aktuelle Rahmenvertrag läuft noch bis zum 31. Dezember 2022.

Und wie geht es weiter: Bei den aktuellen Preisen ergibt es keinen Sinn, momentan irgendwelche Verhandlungen zu führen. Sobald die Preislage es einigermaßen zulässt, werde man unverzüglich neue Verhandlungen aufnehmen und auch kurzfristig abschließen.

Getreidelieferungen ein weiteres Thema

Lieferengpässe bei Getreide seien derzeit nicht zu befürchten, wenn man den offiziellen Angaben trauen darf. Der Mehlpreis stieg teilweise innerhalb von einer Woche um 16 Prozent. Gründe sind derzeit weniger Düngemittel aus Russland, damit auch geringere Ernteerträge. „Das Getreide aus Kanada ist härter. Wir sind dabei, entsprechende Kurse auszuarbeiten“.

Berufliche Laufbahn sichern

Demnächst startet wieder ein Meisterkurs an der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks. Der Meisterbrief im Bäckerhandwerk ist der Startschuss für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn im Bäckerhandwerk. Nicht umsonst ist der deutsche Meisterbrief auf der ganzen Welt anerkannt.

BÄKO-Chef spricht von angespanntem Rohstoffmarkt

In seinem Grußwort sagte Walter Beer, Geschäftsführer der Bäko Oberpfalz, dass der Rohstoffmarkt und Rohstoffpreise extrem angespannt sind. Sie waren in seiner 40-jährigen Arbeit bei der Bäko noch nie so hoch wie jetzt. „Hauptanstiege sind bei Butter, Speiseöl, Ölsaaten, Mehl, um nur einige zu nennen. Steigende Energiekosten und Spritpreise tun ihr übriges“, sagte Beer. Engpässe an Rohstoffen gibt es zurzeit nicht, aber bei der Preiseentwicklung ist noch kein Ende in Sicht.

Die neue Vorstandschaft

Bei der Neuwahl erhielt Wolfgang Schmid aus Kulmain das volle Vertrauen zum Obermeister der Bäckerinnung Nordoberpfalz. Stellvertreter wurde Andreas Hauer aus Wurz. Weitere Vorstandsmitglieder sind Andreas Brandstätter aus Teunz, Sebastian Wellnhofer aus Winklarn, Herbert Seer aus Hohenthan und Alexander Zintl aus Tirschenreuth. Manuel Neugirg aus Reuth schied als stellvertretender Obermeister aus, er bleibt in der Vorstandschaft. Die Kassenzahlen legte Christa Neubauer-Kreutzer, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Weiden, vor.

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