1.000 Liter Heizöl ausgelaufen

Weiden. Heute Morgen gegen 7:00 Uhr kam es beim Betanken eines Heizöltanks eines Mehrfamilienhauses zu einem folgenschweren Zwischenfall. 1.000 Liter Heizöl landeten nicht wie geplant im Tank. 

Eine örtliche Firma wurde beauftragt, Heizöl anzuliefern und in den Heizöltank im Keller eines Mehrfamilienhauses einzulagern. Der Heizölfahrer (58) war gerade mit dem Befüllen des Tanks beschäftigt und befand sich nach ersten Erkenntnissen wohl  an seinem Fahrzeug.

1.000 Liter Heizöl sind in Weiden ausgelaufen Bild: Meppen/Wikimedia (Symbolbild)
1.000 Liter Heizöl sind in Weiden ausgelaufen Bild: Meppen/Wikimedia (Symbolbild)

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Ein Mieter des Wohnhauses stellte plötzlich fest, dass über die Belüftung eine große Menge Öl in den Innenhof gelaufen war. Das Öl verteilte sich im ganzen Hof, der mit Splitt aufgeschüttet war. Die Beteiligten riefen daraufhin die Feuerwehr. Diese deckte den Hofraum mit Ölbindemittel ab, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Das Wasserwirtschaftsamt und das Umweltamt der Stadt Weiden wurden zur weiteren Klärung des Sachverhalts hinzugezogen.

Spezialfirma reinigt Grundstück

Nach derzeitigen Erkenntnissen traten einige hundert Liter Heizöl ins Freie und in den Tankraum des Gebäudes. Zu einer weitergehenden Umweltgefährdung kam es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Allerdings wurde der Boden im Bereich des Innenhofes des Anwesens verunreinigt. Dieser musste von einer Spezialfirma abgetragen werden. Das Erdreich muss zudem fachgerecht entsorgt werden.

Bis zu drei Jahre Haft möglich

Ob der Grund für das Austreten des Heizöls auf einen technischen Defekt oder auf einen Handhabungsfehler beim Befüllen der Tanks zurückzuführen ist, muss im Rahmen der weiteren polizeilichen Ermittlungen geklärt werden. Diese werden wegen einer Straftat der Bodenverunreinigung geführt. Hier ist gemäß § 324 a StGB auch eine fahrlässige Begehungsweise möglich, die wiederum mit einer Freiheitstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe unter Strafe gestellt ist.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte nach einer ersten Einschätzung im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Auch das Gebäude wurde bei dem Vorfall nicht unerheblich verunreinigt.        

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