60 Jahre Martin Schregelmann – ein Mann mit „Timing“

Etzenricht. Martin Schregelmann feiert am Samstag gleichzeitig seinen 60. Geburtstag und sein zehnjähriges Jubiläum als Bürgermeister.

Nicht nur die Politik und der Fußball, sondern auch die Musik liegt ihm am Herzen. Foto: Rudi Walberer
Nicht nur die Politik und der Fußball, sondern auch die Musik liegt ihm am Herzen. Foto: Rudi Walberer
Seit zehn Jahren als Bürgermeister im Amt. Foto: Rudi Walberer
Seit zehn Jahren als Bürgermeister im Amt. Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer

Die Slogans “Alles zu seiner Zeit“, verbunden mit „Timing ist alles“, kennzeichnen den Lebensweg von Martin Schregelmann. Der Etzenrichter Bürgermeister feiert am Samstag, 10. September, seinen 60. Geburtstag. Hier greift wieder der Begriff Timing, denn dieser Termin trifft punktgenau mit seinem zehnten Amtsjubiläum als Gemeindeoberhaupt zusammen. Die zwei Festivitäten können also zusammengelegt werden. „Das ist rationell und praktisch“, sagt er selbst, wenn auch „Kommissar Zufall“ Regie führt.

Familienmensch, „Atzariader“ mit Leidenschaft und Allrounder

Ganz oben in der Welt seiner Werte steht bei Schregelmann die Familie. „Die Bedeutung steigt immer mehr in meinem Bewusstsein“, stellt er fest und orientiert sich danach, schraubt an den Prioritäten, reduziert Stammtisch, Fußballplatz und andere Freizeitbeschäftigungen. Dabei kann er sich auf die zuverlässige Rückendeckung durch seine Ehefrau Andrea verlassen.

Sohn Florian arbeitet als Möbeldesigner am Chiemsee, Tochter Franziska im Öffentlichen Dienst bei der Stadt München, sie hat ihren Lebensmittelpunkt ebenso nach Oberbayern verlegt. Dort lebt Enkel Korbinian, der seit kurzer Zeit eine Sonderstellung für Opa Martin einnimmt. Kinder, nicht nur die eigenen, nehmen für Schregelmann höchsten Stellenwert ein. „Das gilt für die erweiterte Familie, für die Kindergarten- und Schulkinder in Berufs- und Privatleben“, so der Jubilar.

Beim Sportverein trainierte er mit großem sportlichen Erfolg und Enthusiasmus vor mehr als 25 Jahren Nachwuchsteams. In guten wie in schlechten Zeiten genießt der 1. FC Nürnberg die Sympathie des Fußballfans. Auch seine aktive Karriere als Torjäger verlief mit dem notwendigen „Timing“, der Spaßfaktor stand oben auf, ließ Platz für andere Engagement.

Der Vater als Vorbild

So engagierte sich der politisch interessierte junge Etzenrichter schon früh für die Junge Union, Vater Hubert Schregelmann war als überzeugter CSUler und langjähriger Gemeinderat ein einflussreiches Vorbild.

Wie im Sport verfügte der Jugendliche auch über musikalisches Talent. Bei der Jugendblaskapelle spielte er gekonnt die Posaune. Wobei seine musikalische Geschmacksrichtung in der Momentaufnahme breit angelegt ist, von guter Blasmusik bis zu Hardrock reicht.

Das Bürgermeisteramt als Verpflichtung und Chance

Die Übernahme des Bürgermeisteramts erfolgte 2012 mit einer Zweidrittelmehrheit, ohne Schärfe im Wettbewerb ums Amt. „Ich sah mich in der Pflicht nach dem Tod meines Vorgängers und Freundes Martin Wallinger“, blickt Schregelmann zurück und räumt ein, sich gedanklich zuvor schon mit dem Rückzug aus der kommunalen Politik beschäftigt zu haben. Das neue Amt bedeutete so auch eine beruflich notwendige Umorientierung. Zuvor arbeitete er in seinem erlernten Beruf als Technischer Zeichner und war langjährig Betriebsrat in einer Weidener Firma.

Das Timing spielte hier Schicksal. Im Gemeinderat stand sein Engagement stets im Zeichen des Konsens. Schregelmann gilt als „Mann der leisen Töne“, strebt in der Regel Kompromisse an und wird als Pragmatiker gesehen. Das war letztlich auch immer mit messbaren Erfolg verbunden.

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