70 Jahre Stadt: Schüler erkunden Windischeschenbach

Windischeschenbach. Im Rahmen des Schulversuchs „Bildung digital im Generationenverbund“ gingen die Grund- und Mittelschüler an drei Projekttagen der Vergangenheit und der Gegenwart der Kommune auf den Grund.

Die  Vertreter aller Jahrgangsstufen mit Arbeiten von den drei Projekttagen. Foto: Grund- und Mittelschule Windischeschenbach
Die Vertreter aller Jahrgangsstufen mit Arbeiten von den drei Projekttagen. Foto: Grund- und Mittelschule Windischeschenbach

Einen etwas anderen Unterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Windischeschenbach im Rahmen ihrer drei Projekttage anlässlich der 70-jährigen Stadterhebung in der vergangenen Woche. So stellte sich jede Klasse der Jahrgangsstufen eins bis M9 gemeinsam mit dem jeweiligen Klassenleiter für die Projekttage ein Thema, das sich mit der Stadt Windischeschenbach in der Vergangenheit oder der Gegenwart beschäftigt und für das sich die Kinder und Jugendlichen ganz besonders interessierten. 

Eine Vielzahl an externen Partnern, wie beispielsweise Bürgermeister Karlheinz Budnik, Förster Andreas Arnold, der Beauftragte für Fairtrade Alexander Herzner, Eltern und Großeltern unterstützten die Arbeit der einzelnen Klassen mit vielen Informationen. Diese Erkenntnisse verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in einem digitalen Endprodukt.

Beitrag für die Museums-Homepage

So beschäftigte sich die Klasse 1b beispielsweise mit den früheren Industriestandorten für Bleikristall oder Porzellan in Windischeschenbach. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden von den Kindern zusammengefasst und ein Beitrag für die Homepage des Waldnaabtalmuseums Neuhaus angefertigt.

Die dritten Klassen ließen den Schulwald, der in den vergangenen Jahren wenig genutzt wurde, wieder aufleben. So erarbeiteten die Drittklässler eine Vorstellung des Schulwaldes für die Homepage der Schule und generierten QR-Codes, um Besuchern des Schulwaldes die einzelnen Baumarten vorzustellen. Die vierte Klasse beschäftigte sich mit der Thematik von Windischeschenbach als Fairtrade-Stadt. Die Erkenntnisse fasste die Klasse in einem Podcast zusammen.

Digitalen Stadtführer erstellt

Im Bereich der Mittelschule erstellte die Klasse M7 beispielsweise einen digitalen Stadtführer. Mit Hilfe der von den Siebtklässlern generierten QR-Codes können Besucher die Sehenswürdigkeiten der Stadt nun bald gezielt kennenlernen. Auch mit einer anderen Möglichkeit kann die Stadt in Zukunft noch besser erkundet werden.

Auf eine digitale Schnitzeljagd in Windischeschenbach schicken die Schülerinnen und Schüler der Klasse M9 in Zukunft Einheimische und Touristen. Die Klasse erstellte den Windischeschenbacher Actionbound 2022, der mit Hilfe des Handys in Zukunft genutzt werden kann. Der Start dafür findet sich in Form eines QR-Codes im Eingangsbereich des Windischeschenbacher Rathauses.

Windischeschenbacher sind Modellschule

Diese und viele andere Themen wurden in der vergangenen Woche von Mittwoch bis Freitag von den Schüler bearbeitet und erforscht. Im Rahmen des Schulversuchs „Bildung digital im Generationenverbund“ wurden diese Projekttage ermöglicht, da die Grund- und Mittelschule Windischeschenbach als Modellschule an dem bayernweiten Schulversuch teilnimmt. Projektträger ist die Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Ziel ist die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Schule und den externen Partnern.

Außerdem sollen die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit digital aufbereitet werden. Dies wurde im Rahmen der Projekttage von den Kindern und Jugendlichen mit großem Interesse umgesetzt. Die endgültigen Ergebnisse werden im Juli dieses Jahres in einer größeren Veranstaltung allen Eltern, Erziehungsberechtigten und interessierten Bürgern durch die Schülerinnen und Schüler präsentiert.

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