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Altes HSG-Gebäude - neue Bestimmung

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Grafenwöhr. Das alte HSG-Gebäude ist fertig entkernt, jetzt startet der Innenausbau, damit Berufsschule und die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) einziehen können. Warum der Bau aus Sicht von Vorstand Tassilo Heimberg ideal für das St.-Michaels-Werk ist. 

Von Stefan Neidl 

Im alten HSG-Gebäude sollte einst Rathaus und Verwaltung einziehen - jetzt gehören die Räume dem St. Michaelswerk. Ab Dezember soll hier unterrichten werden.

2017 hat das St. Michaelswerk zur eigenen Erweiterung das HSG-Gebäude von der Stadt gekauft. Kostenpunkt: 985.000 Euro. Ursprünglich sollten dort Rathaus und Verwaltung einziehen, was nach allerlei politscher Querelen nach Amtsantritt von Bürgermeister Edgar Knobloch revidiert wurde. Lange stand das Gebäude leer. Rechtskräftig ist der Vertrag erst seit Mai 2019, seit die Anträge für einen erforderlichen Umbau genehmigt sind.

"Zum neuen Schuljahr soll der Umbau fertig sein", erklärt geschäftsführender Vorstand Tassilo Heimberg. Dann sollen die insgesamt 1.000 Quadratmeter der Berufsschule und der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) bereit stehen. Die Entkernung des Rohbaus ist abgeschlossen, jetzt beginnt der Innenausbau. Die Arbeiten überwacht Architekt Reinhold Krausch vom M3-Plan-Büro.

Tassilo Heimberg, Geschäftsführender Vorstand des St. Michaels-Werks, erklärt beim Rundgang durch das HSG-Gebäude, welche Umbauschritte geplant sind.

Jede Menge Platz: Wie werden die Bereiche aufgeteilt?

Der Zugang zum Untergeschoss (dem späteren Berufsschul-Bereich) führt über die Rückseite des Gebäudes über den Innenhof. Herzstück soll die 68 Quadratmeter große Schulgastrolehrküche werden - als größter Raum einst als Sitzungssaal des Rathauses gedacht. Dazu kommen drei Praxisräume für Bäcker- oder Metzgereiverkäufe mit je 21 Quadratmetern, ein Klassenzimmer mit 66 Quadratmetern und ein Pausenraum mit 30 Quadratmetern.

Die Räume sollen Notebook- und Monitoranschlüsse bekommen. Jede Woche sollen dort 300 Schüler abwechselnd den Unterricht besuchen. Alle Räume werden mit modernen Chip-Schlüsselsysteme ausgestattet.

Der Haupteingang mit dem schönen Glasfoyer dient als Zugang für die SVE im Erd- und Obergeschoss. Sie besuchen im Augenblick 46 Kinder, allerdings noch im Jugendheim. Ziel ist die ganzheitliche Förderung und Betreuung von Kindern mit Behinderungen sowie von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten, die von Behinderung bedroht sind.

Pro Stockwerk entstehen jeweils zwei Klassenzimmer (45 Quadratmeter) und jeweils ein Therapieraum (16 Quadratmeter). In den Spezialräumen können Einzelförderungen, Logopädie oder Physiomaßnahmen durchgeführt werden. Im Erdgeschoss finden außerdem ein Archiv mit Schülerbücherei und eine Mitarbeiterküche Platz. Im Anbau zieht die Verwaltung ein. Dort wird es neben Büroräumen auch einen Testraum geben, um Leistungen einzelner Schüler kontrollieren zu können. Einen barrierefreien Zugang zur Verwaltung soll ein Hublifter bieten.

Im Obergeschoss wird es einen Pflegeraum zum Wickeln und eine Stehdusche oberhalb des Archivs geben, außerdem ein Rhythmikraum für Sport- und Turnübungen mit 43 Quadratmetern. Ein Geräte- und ein Erste-Hilfe-Raum grenzen an. Vor dem Gebäude am "Neuen Weg" werden Haltestellen für die Zubringerbusse eingerichtet. Für Heimberg eine ideale Lösung. Im Gartenbereich neben dem Anbau entstehen getrennte Pausenbereiche für SVE und Berufsschule.

Umzug im Dezember geplant

Die Umbauten sollen insgesamt 1,4 Millionen Euro kosten. Heimberg rechnet mit einer 85-prozentigen Förderung. Mit der Fertigstellung sieht er seine Einrichtung für die Zukunft gut aufgestellt.

Die Corona-Lage wirft den Zeitplan aktuell um drei Monate zurück, unter anderem hatten Arbeiter Schwierigkeiten einzureisen. Nun soll der Umbau bis Dezember abgeschlossen sein, dann im HSG-Gebäude unterrichtet werden.

Derzeit sind Teile der Berufsschule und der SVE im Jugendheim untergebracht, die später komplett in das neue Gebäude umziehen werden.

Bilder: Stefan Neidl 

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