Arbeiten an der Deponie Weiden West laufen seit 10 Jahren

Weiden. Vor zehn Jahren, am 15. September 2005, erfolgte der Spatenstich zur Sicherung der Deponie Weiden West, einer der größten Baumaßnahmen der Stadt Weiden der letzten Jahre.

Mit bereits seit 1991 laufenden Vorarbeiten, wurden insgesamt fast 14 Millionen Euro in die Sanierungsarbeiten des 18 Hektar großen Geländes investiert. Zwischen 1950 und 1980 wurde dort Hausmüll und Bauschutt sowie Gewerbemüll eingelagert – ab 1980 bis 1999 nur noch Bauschutt.

28 Fußballfelder voller Müll

Deponie Weiden West
So groß ist die ehemalige Mülldeponie. Bild: Google Maps

Ungefähr 340.000 Kubikmeter verdichteter Hausmüll und über eine Million Kubikmeter Bauschutt wurden von 2005 bis 2008 mit einer Kunststoffdichtungsbahn, welche die Größe von 28 Fußballfeldern hat, 95.000 Gewichtstonnen Ausgleichs- und Auflagerungsschicht sowie  360.000 Kubikmeter Erdreich überdeckt. Anschließend wurde diese sogenannte Wasserhaushaltsschicht bepflanzt. Alleine die Länge der  Oberflächenentwässerungsleitung beträgt über zwei Kilometer.

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Möglich wurde die Umsetzung des Großprojektes, welches in den Händen des Bauverwaltungsamtes  lag, unter anderem durch die tatkräftige Unterstützung der Fachbehörden, der Ingenieurgesellschaft Coplan, dem Büro Rupp-Bodenschutz und der Genehmigungsbehörde, dem Umweltamt der Stadt Weiden.

Vor allem dem Wasserwirtschaftsamt Weiden, welches das alternative, TASI II gleichwertige Abdichtungssystem des Ingenieurbüros Finsterwalder ins Spiel gebracht hatte, galt schon beim Spatenstich im Jahre 2005 der besondere Dank der Verantwortlichen der Stadt Weiden.

Noch 25 weitere Jahre Nachsorgung

Momentan befindet sich die ehemalige Deponie in der sogenannten Nachsorgephase und wird laufend überwacht. Dabei werden Wurzelwachstum, Gasfackel und Grundwasser ständig überprüft.

Es werden wohl noch mindestens 25 Jahre vergehen, bis diese Nachsorgephase abgeschlossen sein wird, aber der Schutz des Grundwassers und des Trinkwassers sind diese Anstrengungen wert.

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