Auf Katastrophen aller Art gut vorbereitet

Windischeschenbach. "Jedem erfolgreichen Einsatz geht ein gutes Training voraus", sagte BRK-Präsidentin Angelika Schorer bei ihrem Besuch im Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach. Es war bereits die zweite Station ihrer Stippvisite an diesem Tag in der Nordoberpfalz. Zuvor war Schorer im Impfzentrum in Waldsassen zu Gast.

Das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) ist eine gemeinsame Betreibergesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bund Bayern e.V. (ASB), der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), des Malteser Hilfsdiensts e.V. (MHD) und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Dort werden Einsatz- und Führungskräfte der bayerischen Hilfsorganisationen auf besondere Einsatzlagen wie Terror, Amoklagen und all jene Lagen, in denen das Leben der Einsatzkräfte in Gefahr ist, vorbereitet.

„Nicht nur Terroranschläge, sondern auch wetterbedingte Katastrophen werden mehr, wie es sich unter anderem im letzten Jahr durch die enorme Flutkatastrophe im Ahrtal zeigte“, so Schorer. Sie betonte, wie wichtig bei solchen Ereignissen eine praxisorientierte Ausbildung der Einsatzkräfte sei und diese eine Möglichkeit bräuchten, um sich „auf solche Situationen besser und vor allem realistischer vorbereiten zu können“. Um auch die Weichen für zukünftige Katastrophenszenarien zu stellen, ist es wichtig das BayZBE fort- und weiterzuentwickeln.

„Katastrophenschutz muss reformiert werden“

Der Katastrophenschutz muss insgesamt reformiert und den veränderten Anforderungen angepasst werden – es benötigt somit noch viel mehr Unterstützung seitens der Politik. In vielen Fällen muss neugedacht werden, bestehende Konzepte bedürfen einer Revision und auch der Freistaat muss den Katastrophenschutz unter diesen Gesichtspunkten zukunftsfit finanzieren.

Schorer betonte: „Die steigende Gefahr durch Unwetter- und Naturereignisse erfordert auch, dass die Wasserwacht und die Bergwacht erweiterte Trainingsmöglichkeiten erhalten, um noch effizienter und zielgerichteter komplizierte Rettungsverfahren üben zu können.“

In Bezug auf die Wasserwacht sei dies beispielsweise ein Zentrum, in dem besondere Einsätze der Wasserwacht, wie Starkregen und Flut, unter nahezu echten Bedingungen erprobt werden können. Nur so können Einsatzkräfte auch weiterhin mit ihrem besonderen Wissen, ihrer Kompetenz, Erfahrung und Tatkraft in solchen Situationen zur Seite stehen. Das bestehende Bergwacht-Ausbildungszentrum im Bad-Tölz kann auch nur mit staatlicher Unterstützung erweitert und den veränderten Gefahrenlagen angepasst werden.

Auch interessant: Vor ihrem Besuch im Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen war die BRK-Präsidentin bereits im Impfzentrum in Waldsassen zu Gast. Hier klicken und den ganzen Artikel lesen. 

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