Greenpeace Weiden: Aufforstung statt Abholzung!

Greenpeace Aktion Weiden West

Weiden. Im Waldstück „Weiden West“, welches abgeholzt und in ein Gewerbegebiet verwandelt werden soll, protestierte am Sonntag die Greenpeace-Gruppe Weiden für den Erhalt des dortigen Waldes.

500.000 m² Waldfläche zu roden und versiegeln ist eine gewaltige Zerstörung unserer Umwelt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Ein Verzicht auf dieses Gewerbegebiet muss bestimmt kein Rückschritt sein und ökologisches Denken und Handeln auch keine Zerstörung unserer Stadt und unserer Zukunft bedeuten,

meint Ali Daniel Zant, Sprecher von Greenpeace Weiden. Deshalb hat sich Greenpeace entschlossen ein Symbol für die Erhaltung dieses Waldes zu setzen, indem von der örtlichen Greenpeace-Gruppe, dem BUND Naturschutz und der Gruppe „Global Marshall Plan Mitterteich“ zehn Buchenbäume gepflanzt werden.

In Bayern allein werden täglich 18 Hektar Land zubetoniert und versiegelt. Die bayerische Staatsregierung hat dieses Problem auch schon längst erkannt und Gegenmaßnahmen versprochen. Davon ist bisher noch sehr wenig zu sehen.

Im Fall Weiden West IV leistet die Staatsregierung dem „Flächenfraß“ sogar noch Vorschub, indem sie Staatswald gegen Stadtwald tauscht. Greenpeace Weiden hält diese „die Zerstörung unserer unmittelbaren Natur fördernde Politik“ für nicht akzeptabel. Ökonomie und Ökologie müssen laut Greenpeace nicht unvereinbar sein. Sie betonen, dass sie nicht gegen das Wohl der Stadt Weiden eingestellt sind.

Aus unserer Sicht ist dieses Gewerbegebiet völlig überflüssig, zumal im unmittelbaren Umkreis etwa 250 Hektar freie Gewebeflächen bereits zur Verfügung stehen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze für unsere Region wäre damit auch gewährleistet. Diese entstehen nur wenige Kilometer außerhalb von Weiden

„Wenn die Politik und Wirtschaft jetzt nicht endlich umdenkt und ihre Entscheidungen nur auf kurzfristigen Erfolg ausrichtet, werden wir unaufhaltsam unseren eigenen Lebensraum vernichten. Sämtliches Denken und Handeln muss auf langfristige ökologische Auswirkungen überprüft und ausgerichtet werden, wenn wir diesen Lebensraum auch noch für die nachfolgenden Generationen erhalten wollen. Negative Auswirkungen, wie Extremwetter, Hochwasserkatastrophen und Dürreperioden, sind bei uns schon direkt zu spüren. Waldschutz ist Klimaschutz!“, so Ali Daniel Zant,

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.