Aufregung nach Spiegel-Artikel: Spionage in Grafenwöhr?

Grafenwöhr. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL gibt es Hinweise darauf, dass russische Geheimdienste die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in Deutschland ausgespäht haben. Betroffen war demnach auch der Standort Grafenwöhr.

Symbolbild: Jürgen Masching

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) habe laut DER SPIEGEL kurz nach dem Beginn der Lehrgänge, bei denen ukrainische Soldaten an westlichen Waffensystemen ausgebildet wurden, verdächtige Fahrzeuge bemerkt. Dabei seien die Zufahrten zu den Kasernen beobachtet worden. Neben dem Standort Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz sei auch Grafenwöhr betroffen.

Auch Drohnen waren angeblich im Einsatz

In Grafenwöhr trainierten US-Streitkräfte Ukrainer an westlichen Artillerie-Systemen. Die Übungsplätze wurden, so DER SPIEGEL weiter, nach MAD-Erkenntnissen auch mehrmals mit Kleindrohnen überflogen, um die Ausbildung der ukrainischen Soldatinnen und Soldaten zu beobachten. Das Hamburger Nachrichtenmagazin zitiert Sicherheitskreise, die vermuten, dass russische Geheimdienste versucht haben könnten, die Mobilfunkdaten der Ukrainerinnen und Ukrainer auszuspähen.

Die US-Armee in Grafenwöhr lehnt eine detaillierte Stellungnahme zum Bericht mit dem Hinweis auf das Verteidigungsministerium und den Militärischen Abschirmdienst ab.

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